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Netflix: Konto-Sharing soll bald extra kosten & werbefinanziertes Abo

11.05.2022 | 12:53 Uhr | Hans-Christian Dirscherl

Mit zwei Maßnahmen will Netflix noch 2022 zusätzliche Einnahmen erzielen: Werbebasiertes Streaming und Extra-Gebühren für das Teilen eines Netflix-Kontos.

Netflix will bei Netflix-Kunden, die ihren Zugang mit anderen Nutzern außerhalb ihres Haushalts teilen, früher als ursprünglich geplant extra abkassieren. Das berichtet die New York Times unter Berufung auf eine interne Mitteilung an die Netflix-Mitarbeiter.

Ursprünglich wollte Netflix durch werbefinanziertes Streaming und durch Maßnahmen gegen das Sharing von Netflix-Konten erst ab dem nächsten oder übernächsten Jahr mehr verdienen. Doch jetzt will Netflix diese Maßnahme auf das letzte Quartal 2022 vorziehen. Offensichtlich haben die zuletzt vorgelegten schlechten Zahlen den Druck auf die Netflix-Verantwortlichen erhöht , neue Einnahmequellen zu erschließen.

Konkret geht es darum, dass Netflix-Nutzer, die ihre Zugangsdaten weitergeben, mehr für ihr Abonnement bezahlen müssen. Außerdem will Netflix zusätzliche Einnahmen über eine werbefinanziertes Streaming-Abo erzielen. Netflix wolle sich hier an der Konkurrenz orientieren, die zum Beispiel in den USA ebenfalls werbefinanziertes Streaming anbieten würde.

Derzeit testet Netflix die Zusatzgebühr für das Teilen von Netflix-Konten für Nutzer außerhalb des Haushalts nur auf einigen kleineren Märkten, nämlich in Chile, Costa Rica und Peru. Mehr dazu lesen Sie in Kleine Revolution bei Netflix: Konto-Sharing außerhalb des Haushalts – gegen Aufpreis.

Ob deutsche Kunden eventuell auch mit einer Preiserhöhung rechnen müssen, ist dagegen unbekannt. Von Netflix gibt es dazu derzeit keine Informationen. In den USA hatte Netflix dagegen erst vor kurzer Zeit die Abo-Preise erhöht: Netflix setzt jetzt Preiserhöhung um - vorerst nur in USA.

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