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Nach zwei Abstürzen: Boeing verbessert seine Software

12.03.2019 | 12:38 Uhr | René Resch

Boeing steht nach zwei Abstürzen unter Druck. Nach Kritik am Unternehmen wurden nun Software-Verbesserungen angekündigt.

Boeing steht nach zwei Abstürzen neuer Maschinen vom Typ 737 Max 8 innerhalb weniger Monate schwer in der Kritik. Nun reagiert der Hersteller und kündigt Verbesserungen an. Diese sollen sich auf die Erweiterung der Steuerungssoftware beziehen. Dazu soll Boeing in den vergangenen Monaten ein verbessertes Kontrollprogramm entwickelt haben, um „ein bereits sicheres Flugzeug noch sicherer zu machen“, teilte das Unternehmen mit.

Einen Bezug zu dem in Äthiopien abgestürzten 737-Max-Flugzeug stellte Boeing nicht her, sprach den Angehörigen der 157 Todesopfer jedoch seine Anteilnahme aus.

Die Überarbeitung der Software erfolgte laut Boeing bereits im Zuge des im Oktober in Indonesien abgestürzten Lion-Air-Flugs 610. In den nächsten Wochen sollen alle 737-Max-Flugzeuge das Software-Update installiert bekommen.

Das Maneuvering Characteristics Augmentation System (MCAS) der Boeing-Maschinen war nach dem Absturz in die Kritik geraten. Bei dem Absturz verloren 189 Menschen ihr Leben. Unfallermittlern zufolge drückte der Bordcomputer die Nase der Maschine immer wieder nach unten, während die Crew versucht habe, sie nach oben zu steuern. Die US-Luftfahrtbehörde FAA verhängt vorerst kein Flugverbot für Boeings 737 Max 8, hatte jedoch mitgeteilt, dass der Hersteller die Erweiterung des Systems zur Flugkontrolle „nicht später als im April 2019“ abschließen werde.

Untersuchungen des jüngsten Absturzes haben nun erst begonnen. Noch liegen keine Daten vor, um letzte Schlüsse zu ziehen oder gar Sicherheits-Maßnahmen zu ergreifen. China, Indonesien und Äthiopiens Airline sowie einige andere Fluggesellschaften beschlossen jedoch bereits Startverbote für die Maschinen.

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