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NTFS-Bug in Windows 10: Inoffizieller Patch verfügbar

26.01.2021 | 10:45 Uhr | Panagiotis Kolokythas

Ein inoffizieller Patch behebt den schweren NTFS-Bug in Windows 10, für den Microsoft noch kein Update ausliefert.

Kürzlich war bekannt geworden, dass eine noch ungepatchte Sicherheitslücke in Windows 10 einem potenziellen Angreifer - oder unvorsichtigen Anwender - erlaubt, eine NTFS-Partition unbrauchbar zu machen. Anschließend kann Windows 10 dann nicht mehr starten. Der Bug lässt sich beispielsweise über eine simple Verknüpfung, einer Batch-Day oder einem ZIP-Archiv auslösen. Der Fehler existiert seit mindestens Windows 10 Version 1803, also seit dem April-2018-Update für Windows 10. Es gibt aber Hinweise, dass der Bug schon viel länger in Windows enthalten ist.

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Die Software-Entwickler von OSR haben eine Methode entwickelt, mit dem sich die Nutzer vor dem NTFS-Bug schützen können. Damit kann die Wartezeit überbrückt werden, bis Microsoft eine offizielle Lösung für das Problem bereitstellt. Wie Bleepingcomputer.com meldet, handelt es sich um den Windows-10-Patch um einen Filter-Treiber, der auf den Namen "OSRDrivers/i30Flt" getauft wurde. Der Patch ist hier über Github für Windows 10 32-Bit und Windows 10 64-Bit verfügbar. Außerdem haben die Entwickler auch den Code des Tools veröffentlicht. Eine Installations- und Deinstallationsanleitung findet sich auf dieser Seite.

Den Angaben von OSR zufolge, sorgt "i30Flt" dafür, dass die schädlichen Zugriffe auf eine NTFS-Partition, die mit ":$i30:" beginnen, automatisch blockiert werden.

Bisher ist nur bekannt, dass Microsoft an einer Lösung des Problems arbeitet. Noch unklar ist aber, wann dieser Patch dann ausgeliefert wird. OSR empfiehlt daher, "i30Flt" solange zu nutzen, bis das Update verfügbar ist und den Filter-Treiber erst anschließend zu deinstallieren.

 

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