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NASA will Flüge von Privatpersonen zur ISS ermöglichen

22.06.2020 | 16:24 Uhr | Michael Söldner

In Zusammenarbeit mit Virgin Galactic will die NASA private Raumflüge zur Internationalen Raumstation möglich machen.

Die von Richard Branson gegründete Firma Virgin Galactic soll für die US-Raumfahrtbehörde NASA die Organisation von privaten Raumflügen zur Internationalen Raumstation ISS übernehmen. Auf der Grundlage des neuen Space Act Agreements soll Virgin Galactic gleichzeitig ein Vorbereitungsprogramm für die angehenden Hobbyastronauten entwickeln und nach möglichen Kunden suchen. Das Angebot richte sich nicht nur an abenteuerlustige Millionäre, sondern sei auch für Forscher oder sogar staatliche Projekte interessant. Es sei zudem nicht nur auf US-Bürger limitiert.

Bislang bot Virgin Galactic suborbitale Flüge im raketenbetriebenen Flugzeug VSS Unity an. An der Schwelle zum Weltraum können zahlende Kunden in einer Höhe von 88 Kilometern so das Gefühl der Schwerelosigkeit erleben. Diese Erfahrung könnte auch Grundlage für das Training sein, welches vor dem Flug zur ISS absolviert werden muss. Noch nicht fest steht allerdings, mit welchem Vehikel die Touristen und Forscher zur ISS transportiert werden sollen. Neben der Crew-Dragon-Kapsel von SpaceX, welche erst vor wenigen Wochen zwei Astronauten sicher zur ISS gebracht hat, steht auch der CST-100 Starliner von Beoing als Transportmöglichkeit zur Debatte. Günstig wird die Reise zur ISS aber definitiv nicht: Pro Sitzplatz werden im Crew Dragon 60 Millionen US-Dollar fällig, ein Sitzplatz im Starliner kostet mit 90 Millionen US-Dollar sogar noch mehr.

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