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Musterfeststellungsklage gegen Primastrom & Voxenergie geplant – so nehmen Sie teil

11.07.2022 | 14:01 Uhr | Hans-Christian Dirscherl

Die Verbraucherzentrale Bundesverband plant eine Musterfeststellungsklage gegen Primastrom und Voxenergie. So nehmen Sie als betroffener Strom-Kunde teil.

Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) plant eine Musterfeststellungsklage gegen die Strom- und Gasversorger Primastrom und Voxenergie wegen deren Preiserhöhungen. Die Verbraucherschützer begründen ihr Vorhaben folgendermaßen: "Die Energieanbieter hatten immer wieder die Preise erhöht, obwohl im Vertrag etwas anderes festgelegt war. Der vzbv hält das für unzulässig. Verbraucher sollen nur die Preise zahlen, die vertraglich vereinbart sind und pocht auf die Einhaltung der Verträge."

Die Verbraucherschützer erheben schon länger Vorwürfe gegen Primastrom und Voxenergie. Seit Monaten würden sich Kunden von Primastrom und Voxenergie bei der Verbraucherzentrale über die beiden Stromlieferanten beschweren. Auch pcwelt.de berichtete darüber, dass Verbraucherschützer vor diesen beiden Stromlieferanten warnen würden. Wir baten damals Primastrom und Voxenergie um eine Stellungnahme. Nach rund einer Woche erreichte uns statt der Stellungnahme einer Pressestelle ein rechtsanwaltliches Schreiben: Voxenergie & primastrom – Antwort auf Vorwürfe der Verbraucherschützer. Diese Vorgehensweise von Primastrom und Voxenergie ist völlig unüblich und entspricht nicht der gängigen Praxis von Unternehmen.

So nehmen Sie an der Musterfeststellungsklage teil

"Mit einer Klage soll festgestellt werden, dass die Verbraucher lediglich die vertraglich vereinbarten Preise zahlen müssen", sagt Patrick Langer, Referent im Team Musterfeststellungsklagen. "Zur Vorbereitung der Klage sucht der vzbv jetzt Betroffene, die ihren Fall auf musterfeststellungsklagen.de/primastrom-und-voxenergie einreichen.“

Die Verbraucherschützer betonen: Musterklagen sind für Verbraucher kostenfrei.

In dieser FAQ informieren die Verbraucherschützer über Primastrom und Voxenergie.

Bundesnetzagentur leitet Aufsichtsverfahren gegen Primastrom und Voxenergie ein

Bereits am 24. Mai 2022 teilte die Bundesnetzagentur mit, dass sie ein Aufsichtsverfahren gegen die beiden Unternehmen eingeleitet habe: "Wir prüfen, ob die Unternehmen Preiserhöhungen vorgenommen haben, ohne die gesetzlich vorgesehenen Ankündigungsfristen einzuhalten. Auch in Phasen einer angespannten Marktsituation müssen sich die Verbraucher darauf verlassen können, dass sie rechtzeitig über Vertragsänderungen informiert werden", sagt Klaus Müller, Präsident der Bundesnetzagentur. Laut Bundesnetzagentur bestehe gegen Primastrom und Voxenergie der Verdacht unzulässiger Preiserhöhungen. Die Bundesnetzagentur erklärt: " Es besteht der Verdacht, dass die voxenergie GmbH und die primastrom GmbH die Unterrichtung der Kunden über eine Preiserhöhung nicht rechtzeitig vor Eintritt der beabsichtigten Änderung vorgenommen haben. Grundlage sind Beschwerden von Verbrauchern bei der Bundesnetzagentur und den Verbraucherzentralen.

Die Unternehmen verschickten am 28. Dezember 2021 Ankündigungsschreiben zur Erhöhung der vereinbarten Preise. Die höheren Preise sollten bereits ab dem 1. Januar 2022 gelten.

Gesetzlich vorgeschrieben ist, dass Haushaltskunden über Preisänderungen spätestens einen Monat und alle übrigen Letztverbraucher spätestens zwei Wochen vor Eintritt der beabsichtigten Änderung unterrichtet werden. Kunden haben im Falle einer Preiserhöhung ein Sonderkündigungsrecht, das bis zum Zeitpunkt des Wirksamwerdens der Änderung auszuüben ist. " Zitat Ende

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