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Musk droht Twitter – Übernahme könnte platzen

07.06.2022 | 09:17 Uhr | Hans-Christian Dirscherl

Der Ton zwischen Musk und Twitter wird schärfer. Musk droht damit, Twitter doch nicht zu übernehmen. Der Grund.

Elon Musk erhöht seinen Druck auf das Twitter-Management. Musk droht in einem Schreiben seiner Anwälte damit, Twitter doch nicht zu übernehmen und den Deal platzen zu lassen. Da Twitter seine Verpflichtungen "eindeutig verletzt" habe. Das berichten Reuters und das ZDF .

Musk will den Kurznachrichtendienst Twitter eigentlich für 44 Milliarden Dollar übernehmen. Doch Musk legte den Deal vorerst auf Eis, weil er wissen möchte, wie viele Fake-Accounts es auf Twitter unter den 229 Millionen Konten gibt. Twitter geht davon aus, dass Spam und Fake-Konten weniger als fünf Prozent der monetarisierbaren Nutzer ausmachen würden. Musk dagegen geht von mindestens 20 Prozent Fake-Accounts aus. Marktbeobachter wiederum halten rund 9 bis 15 Prozent Spam-Accounts unter allen Twitternutzern für realistisch.

Das ZDF zitiert Musks Anwälte nun folgendermaßen: "Musk ist der Ansicht, dass Twitter sich offenkundig weigert, seinen Verpflichtungen aus der Fusionsvereinbarung nachzukommen, was den Verdacht verstärkt, dass das Unternehmen die angeforderten Daten aus Furcht darüber zurückhält, was Musks eigene Analyse dieser Daten aufdecken wird“.

Twitter entgegnete darauf laut Reuters: "Twitter hat und wird weiterhin kooperativ Informationen mit Musk austauschen, um die Transaktion gemäß den Bedingungen der Fusionsvereinbarung zu vollziehen."

Elon Musk übernimmt Twitter für 44 Milliarden Dollar

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