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Mulan: Menschenrechtsaktivisten rufen zum Boykott auf

08.09.2020 | 16:42 Uhr | Denise Bergert

Nach dem Start der Mulan-Realverfilmung rufen Menschenrechtsaktivisten erneut zum Boykott des Disney-Films auf.

Nur wenige Tage nach dem Start der Realverfilmung des Disney-Klassikers Mulan rufen Aktivisten über die sozialen Medien erneut zum Boykott des Films auf . Mit dem Hashtag "BoycottMulan" werden Filmfans darum gebeten, weder Streaming-Gebühren noch Kinokarten für den Disney-Film zu zahlen. Stein des Anstoßes ist der Abspann des Films, in dem sich die Filmemacher bei den Sicherheitsbehörden in der westchinesischen Region Xinjiang bedanken.

In diesem chinesischen Gebiet hat die Regierung Medienberichten zufolge ein Lagersystem für die Minderheit der muslimischen Uiguren eingerichtet. Dort werden den Angaben zufolge tausende Menschen festgehalten und sollen "umerzogen" werden. Durch die Tatsache, dass möglicherweise Teile des Films in Xinjiang gedreht wurden, beteilige sich Disney an der "Masseninternierung" muslimischer Uiguren, so Kritiker. Bestätigt, ob Szenen des Films tatsächlich in Xinjiang gedreht wurden, hat Disney bislang nicht.

Die aktuelle Aufregung um den Drehort ist bereits das zweite Mal, dass der Hashtag "BoycottMulan" in den Focus rückt. 2019 hatte Hauptdarstellerin Liu Yifei für die chinesischen Behörden Partei ergriffen, die während der Proteste in Hong Kong gegen Demonstranten vorgegangen war. Yifei betonte damals, dass sie die Hongkonger Polizei unterstütze. Dieser Kommentar hatte für einen Aufschrei in der Fangemeinde gesorgt.

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