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Muenchenkotzt.de zeigt Oktoberfest ungeschminkt

05.10.2018 | 11:50 Uhr |

Seit vielen Jahren zeigt eine Webseite die eklige Seite des größten Volksfestes der Welt. Denn auf muenchenkotzt.de dreht sich alles um die unerfreulichen Nebenwirkungen der Wiesn.

Der neue Münchner Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) hatte vor längerer Zeit vor allem dadurch Schlagzeilen geschrieben, dass er gemeinsam mit seinem Stellvertreter Josef Schmid (CSU) sozusagen eine große Koalition gegen Limux und den Einsatz von Linux in der Münchner Verwaltung gebildet hat. Ob die Bürgermeister Reiter und Schmid das erforderliche IT-Fachwissen besitzen, um über Sinn oder Unsinn des Einsatzes von Linux und OpenSource auf den Rechnern der städtischen Verwaltung objektiv urteilen zu können, sei einmal dahingestellt. Aber das Anzapfen eines Bierfasses beherrscht Reiter, das hat er bereits mehrmals auf der Wiesn bewiesen.

Am Samstag, den 22. September, begann das Münchner Oktoberfest 2018. Dieter Reiter rief „Ozapft is“ wieder in die Runde. Seit Samstag tobt also auf der Theresienwiese mitten in München zu Füßen der Bavaria wieder das größte Volksfest der Welt. Mit allen schönen und auch weniger schönen Seiten. Wer sich eher für letztere interessiert, wird auf der Webseite muenchenkotzt.de fündig. Die Webseite berichtet seit einigen Jahren über die unschönen Folgen des übermäßigen Akolholgenusses auf der Wiesn. Aber auch vom 2016 aufgestellten "Sperr-Zaun-Wiesn-2016" sind etliche Berichte und Fotos online. Und auch vom Oktoberfest 2017 sind viele Bilder und Texte online. Ein Bild ist ekelerregender als das andere...

Hauptanreiz für einen Besuch auf muenchenkotzt.de sind sicherlich die zahlreichen Fotos, die die Nebenwirkungen eines Wiesnbesuchs zeigen. Sprich: Alles, was den Magen des Oktoberfestbesuchers in die verkehrte Richtung verlässt. Beziehungsweise alles, was den Körper nach ausgiebigem Bier- und Hendl-Konsum überhaupt wieder verlassen will – egal in welcher Konsistenz und in welcher Menge und an welchem Ort.

Dazu gibt es Berge von Müll zu bewundern. Und Menschen, die am Ende ihrer Kräfte sind. Und natürlich auch die durch übermäßigen Alkoholgenuss deutlich erleichterte und meist recht unkontrollierte Anbahnung zwischenmenschlicher Kontakte.

Wer sich nicht nur anhand von Fotos ein Bild von dem Geschehen auf der Wiesn verschaffen will, kann auf muenchenkotzt.de durchaus auch Texte lesen. Die Seite eignet sich also bestens für alle Oktoberfest-Hasser und Oktoberfest-Boykotteure, aber auch für alle Oktoberfest-Besucher, die nachträglich noch einmal sehen wollen, was sie am Vortag überlebt haben. Oder – im schlimmsten Fall – wie sie es geschafft haben, selbst auf muenchenkotzt.de zu landen.

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