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Mpass-App für Kostenkontrolle und Suche

10.10.2012 | 15:22 Uhr | Hans-Christian Dirscherl

mpass-App für Android
Vergrößern mpass-App für Android
© Hans-Christian Dirscherl

Sicherer fühlt man sich aber, wenn man sofort an der Kasse sieht, ob der richtige Betrag korrekt abgebucht wurde. Hier kommt nun die MasterCard mpass-App in Spiel ( Gratis-Download für Android; eine iOS-Version soll bald folgen. Eine Windows-Phone-Version ist vorerst nicht geplant). Für den Bezahlvorgang selbst ist die App nicht erforderlich. Sie dient zunächst nur zur Kostenkontrolle. Sie sehen ihr aktuelles Guthaben, sofern Sie Ihr mpass-Konto als Prepaidmodell nutzen. Sie können sich zudem eine Liste der zuletzt getätigten Transaktionen anzeigen lassen. Die App zeigt Ihnen auch Vorteilsangebote von mpass-Partnern. O2 betont, dass diese Werbung nicht auf dem Smartphone eingeblendet werden soll, sondern nur in der App erscheinen soll, wenn der Kunde das entsprechende Menü ausdrücklich aufruft.

Der Locator zeigt für den Marienplatz in München einige mpass-fähige Geschäfte an. Weniger Hundert Meter vom Marienplatz entfernt sieht das aber schon ganz anders aus.
Vergrößern Der Locator zeigt für den Marienplatz in München einige mpass-fähige Geschäfte an. Weniger Hundert Meter vom Marienplatz entfernt sieht das aber schon ganz anders aus.
© Hans-Christian Dirscherl

Vor allem aber steht Ihnen in der App ein Locator zur Verfügung: Auf der Karte werden Ihnen alle mpass-Partner in Ihrer Umgebung oder an einem von Ihnen eingetippten Ort angezeigt. Sie sehen also sofort, ob und wo Sie per NFC bezahlen können.
Sie wollen sich selbst davon überzeugen, wo Sie mit mpass bezahlen können? Dann laden Sie sich die App MasterCard PayPass Locator einfach auf Ihren Androiden herunter (sie ist kostenlos und benötigt vergleichsweise wenig Rechte). Starten Sie dann die Umgebungssuche. Für den Münchner Marienplatz zeigte sie uns durchaus einige mpass-Akzeptanzstellen. Doch außerhalb des Stadtzentrums von München sah es bereits ziemlich mau aus. Für einige andere deutsche Großstädte um die 100.000 Einwohner lieferte uns die App mitunter gerade einmal zwei Geschäfte, in denen man mit mpass bezahlen kann: Meist handelt es sich dabei um Douglas-Filialen und um die Buchhandelskette Thalia.

Tipp: Sie können die Verfügbarkeit von mpass-Partnern in Ihrer Umgebung auch ohne die mpass Locator-App erfahren. Nutzen Sie hierzu ganz bequem den webbasierten Locator für mpass.

O2 kennt das Problem der derzeit noch niedrigen Verbreitung von mpass-Partnern natürlich. Und arbeitet daran, deren Zahl zu erhöhen. So kann man ab sofort bei allen Star-Tankstellen per mpass bezahlen – letztere gibt es vor allem in Norddeutschland. Demnächst kommen die Conrad Electronic-Märkte dazu sowie natürlich die O2-Shops. Bei den bisherigen Paypass-Partnern wie eben Douglas, Vapiano, Thalia, Christ sowie einer wachsende Zahl von Filialen von Real und Edeka können Sie ebenfalls per mpass, um ein paar Beispiele zu nennen.

Derzeit gibt es für O2 zwei Möglichkeiten, um die Zahl der mpass-Akzeptanzstellen zu erhöhen: Ein Geschäft schafft sich ohnehin ein neues EC-Kartenterminal an, das mpass bereits unterstützt. Oder ein Unternehmen, in der Regel handelt es sich dabei um größere bundesweit agierende Ketten, schließt eine Kooperation mit O2.

Vorteile von mpass: Tap & go

Wer mpass nutzt, kann sozusagen im Vorbeigehen bezahlen, einfach nur schnell das Handy mit dem aufgeklebten NFC-Sticker vor das Mastercard Paypass Zahlungstermin halten („tap“), ein optisches und ein akustisches Signal bestätigt die Transaktion, fertig ist der Einkauf bis 25 Euro und der Kunde kann gehen („go“). Sie benötigen kein Bargeld und müssen keine EC- oder Kreditkarte aus dem Geldbeutel herausholen. Der gesamte Geldbeutel wird überflüssig. Über einem Kaufbetrag von 25 Euro muss der mpass-Kunde aber die PIN eingeben. Dann unterscheidet sich der mpass-Kauf aber kaum noch von einem EC-Kartenkauf.

Der NFC-Sticker funktioniert vollkommen unabhängig vom Smartphone. Sie halten den Chip einfach mit zirka vier Zentimeter Abstand vor das Lesegerät, um den Kauf zu vollziehen. Sie müssen den Chip also nicht zwangsläufig auf die Rückseite des Smartphones kleben, sondern können ihn auch im Geldbeutel einstecken. Dass O2 bei der Bewerbung von mpass den NFC-Sticker mit dem Smartphone kombiniert, hat andere Gründe: Erstens soll damit ja das Bezahlen ohne Geldbeutel möglich werden, man nimmt also nur noch sein Handy mit zum Einkaufen. Und zweitens dient die App auf dem Smartphone wie erwähnt zur sofortigen Kostenkontrolle. Sie sehen sofort, ob die Abbuchung erfolgreich und korrekt war.

Man kann mit dem NFC-Chip-Sticker also auch komplett ohne Smartphone bezahlen. Damit also beispielsweise ins Freibad gehen und sich damit die Mitnahme von Smartphone oder Geldbeutel ersparen. Der Vorteil gegenüber der klassischen Kartenzahlung: Es gibt keinen Mindestbetrag bei Einkäufen.

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