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Mozilla kritisiert Microsoft für Windows-10-Browser

31.07.2015 | 12:52 Uhr |

Der in Windows 10 enthaltene Browser Edge sei ein dramatischer Schritt rückwärts, lästert der Chef von Mozilla. Weil Edge nach einem Upgrade als Standard-Browser eingerichtet werde.

Mozillas CEO Chris Beard hat heftige Kritik an Windows 10 geübt. So sei der neue Standard-Browser von Windows 10, also Edge (Code-Name: Project Spartan) von seinen Einstellungen her ein „dramatischer Schritt rückwärts“. Und zwar wenn es darum geht die Wahl der Benutzer zu respektieren.

Beard stößt besonders sauer auf, dass Windows-Anwender als Standard-Browser automatisch Edge installiert bekommen, wenn sie eine ältere Windows-Version wie Windows 7 oder Windows 8.1 auf Windows 10 aktualisieren. Das passiert auch bei Anwendern, die unter ihren alten Windowsversionen einen anderen Browser, beispielsweise Firefox oder Chrome, als Standard-Browser eingerichtet hatten. Diese Anwender müssten dann erst in das Einstellungsmenü von Windows 10 gehen und dort einen anderen Default-Browser auswählen.

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In einem offenen Brief an den Microsoft-CEO Satya Nadella hat Beard das kritisiert. Das sei verwirrend und Microsoft solle diese Änderung rückgängig machen. Auch und besonders angesichts der Tatsache, dass Microsoft ja genau wegen seiner langen Bevorzugung des eigenen Browsers zahlreiche Kartellverfahren am Hals hatte.

Bei einem Upgrade von Windows 7 oder Windows 8.1 zu Windows 10 werden andere vorhandene Browser aber nicht deinstalliert. Wenn man einen dieser Browser nach erfolgter Windows-10-Installation startet, erscheint zudem ein Hinweisfenster mit der Information, dass der gerade geöffnete Browser nicht mehr der Standard-Browser sei. In diesem Popup kann man den Standard-Browser dann sofort ändern.

Ein Microsoft-Sprecher betonte auf diese Vorwürfe hin, dass während des Upgrades die Anwender die Standardeinstellungen ändern könnten und zum Beispiel auch einen anderen Standard-Browser als Edge auswählen können.
 

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