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Mozilla: Firefox-Browser soll Premium-Modell erhalten

11.06.2019 | 12:00 Uhr | René Resch

Im Interview verriet der Mozilla-CEO, dass der Firefox-Browser demnächst ein Abo-Modell erhalten soll. Ob für einzelne Services oder ein einheitliches "Firefox-Premium", steht dabei noch nicht fest.

Mozilla, das Unternehmen, das für die Entwicklung des Firefox-Browsers zuständig ist, setzt in Zukunft womöglich auf ein Premium-Abo-Modell, das verriet der Mozilla-CEO Chris Beard in einem Interview mit dem t3n-Magazin.

Im Interview verriet der Mozilla-Chef, dass grob 90 Prozent des Umsatzes aktuell über die Suche generiert wird. Weiterhin werden durch die Mozilla-Firma Pocket auch Inhalte entdeckt und kuratiert. Durch gesponsorte Inhalte hat Mozilla hier auch kleinen Content-Bereich. Der Konzern sucht aber weiterhin nach neuen Einkommens-Quellen. Hier will der Firefox-Entwickler Produkte und Services auf einer „Premium-Ebene“ anbieten.

Konkret wird dabei über „sichere Speicherlösungen“ sowie VPN-Services nachgedacht: Mozilla will eine VPN-Lösung anbieten, in der eine gewisse Bandbreite frei zur Verfügung steht, „und dann noch eine Premium-Ebene über ein monatliches Abo anbieten. Wir wollen mehr Abo-Services in unseren Mix aufnehmen und uns mehr auf die Beziehung zum Nutzer konzentrieren, um in Business-Fragen resilienter zu werden“.

Premium-Modell soll bereits im Oktober vorgestellt werden

Pläne, um die Premium-Services vorzustellen, gibt es dabei auch schon – etwa gegen Herbst möchte Mozilla die ersten Produkte und Services vorstellen, und peilt dabei Oktober 2019 an. Funktionen, die kostenlos sind, sollen weiterhin kostenfrei bleiben: „Was wir noch klarstellen wollen: Es gibt keinen Plan, für Dinge Geld zu verlangen, die jetzt kostenlos sind. Also werden wir einen Abo-Service ausrollen und eine Premium-Ebene anbieten“, sagte der CEO dazu.

Ob es ein einheitliches „Firefox-Premium“ geben wird oder nur einzelne Services als Abo angeboten werden, ist dabei noch nicht sicher: „Wir werden voraussichtlich erst einzelne neue Services launchen und uns dann vor Einführung eines Premium-Modells genau überlegen, welche Variante am sinnvollsten ist und gleichzeitig die beste Sicherheit für Nutzer gewährleistet. Firefox und viele Sicherheits-Features und Services, wie eben ETP [Enhanced Tracking Protection], werden aber weiterhin kostenlos bleiben, das steht fest“, gab eine Unternehmenssprecherin per Mail bekannt.

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