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Mögliche Anklage gegen Facebook wegen Datendeals mit Apple & Co.

14.03.2019 | 13:26 Uhr | Stephan Wiesend

Wegen der Weitergabe von Nutzerdaten ermittelt laut "New York Times" offenbar nun auch eine Grand Jury gegen Facebook.

Wie die "New York Times" berichtet , ermittelt in den USA nun auch eine so genannte Grand Jury gegen Facebook. Bei diesem juristischen Vorgang wird in einem nichtöffentliche Verfahren entschieden, ob eine strafrechtliche Anklage erhoben werden soll. Laut Quellen der Zeitung habe die Jury des Eastern District of New York bereits von zwei bekannten Smartphone-Hersteller Informationen angefordert. Die genauen Anschuldigungen sind nicht öffentlich bekannt, wahrscheinlich geht es aber um den Zugriff auf Nutzerdaten von Facebook-Kunden.

Erst im Juni waren „Sharing Deals“ von Facebook mit über 150 Unternehmen wie Apple, Amazon und Microsoft bekannt geworden, über die Unternehmen Zugriff auf Kontakte, Freunde und andere Nutzerdaten von Facebook-Kunden erhielten. "New York Times" nennt ein paar Beispiele: Bing konnte alle Freunde eines Facebook-Nutzers aufspüren, ohne Erlaubnis oder Wissen der betroffenen Personen. Amazon konnte Klarnamen und Kontaktdaten seiner Nutzer über die Facebook-Freunde herausfinden. Apple hat auf dem iPhone und iPad alle Hinweise unterdrückt, welche Daten die App von dem eigenen Gerät aufsammelt.

In einer Stellungnahme hat Facebook bereits versprochen, mit den Behörden zusammenzuarbeiten. Die meisten dieser Vereinbarungen mit Unternehmen sollen außerdem bereits schon lange beendet worden sein.

Für Facebook summieren sich offensichtlich die juristischen Probleme: Unabhängig von der Grand Jury wird ja allein in den USA vom Northern District von California gegen Facebook ermittelt, hier geht es um den Fall Cambridge Analytica. Zusätzlich erwägt die FTC ein hohe Geldstrafe zu verhängen, da Facebook gegen eine Abmachung von 2011 verstoßen habe. Die Höhe wird aber noch festgesetzt .

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