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Mobile Internet Device (MID)

03.04.2008 | 12:25 Uhr | Michael Schmelzle

Wie die sogenannten Mobil Internet Devices aussehen, zeigt unsere Galerie der MID-Prototypen . Je nach Preis und Ausstattung sind die MIDs einfache Media-Player mit Internetanschluss bis hin zum vollwertigen Ultra Mobile PC (UMPC). Sie verfügen über TFT-Displays mit einer Bildschirmdiagonalen zwischen 4,8 und 7 Zoll. Bei allen ist der Atom-Prozessor an den Chipsatz Intel System Controller Hub (SCH) angebunden, der durchschnittlich 0,6 bis 0,8 Watt verbraucht.

Angaben für die maximale Verlustleistung des SCH hat Intel auf seiner Hausmesse Intel Developer Forum (IDF) allerdings nicht gemacht. Gegenüber der PC-WELT erklärte jedoch ein Intel-Techniker, dass die MIDs, je nach Ausstattung maximal zwischen 10 und 25 Watt verbrauchen - wobei das Display in der Regel den Löwenanteil des Stromverbrauchs in Anspruch nimmt. Dabei müssen die Hersteller die Kapazität der Akkus so wählen, dass eine mobile Betriebszeit von bis zu zehn Stunden gewährleistet ist.

Alle MIDs müssen zumindest in der Lage sein, moderne Internet-Anwendungen verzögerungsfrei wiederzugeben. Dazu gehören beispielsweise Flash-basierende Applikationen wie Youtube, Browser-Spiele und Animationen, Anwendungen die auf AtivX basieren und PDF-Reader.

Minimalvoraussetzung ist aber auch die Software-seitige Unterstützung von E-Mail-Diensten, Chat-Programmen und beliebten sozialen Netzwerken wie Facebook. Zudem sollen sich nicht nur gängige Audio-, sondern auch mobile Videoformate flüssig abspielen lassen.

In einer IDF-Demo zeigte Intel jedoch auch einen MID, auf dem man Half Life spielen konnte. Es ist also davon auszugehen, dass auch Programme, die auf DirectX und Open GL aufsetzen und nicht übermäßig viel 3D-Leistung beanspruchen, auf den Mobil Internet Devices laufen.

Die drahtlose Verbindung ins Internet dürfte an die lokalen Gegebenheiten des Landes angepasst sein. Für den deutschsprachigen Raum gehört WLAN 802.11b/g zum Standard, optional sind hierzulande EDGE, GSM, UMTS und Wimax denkbar.

Über die Preise der MIDs ließ Intel auf dem IDF bisher nichts verlauten. Gegenüber der PC-WELT erklärte allerdings ein Intel-Mitarbeiten, dass die Hersteller für die Einsteigerklasse der MIDs eine Preisspanne von 400 bis 600 US-Dollar anpeilen. Umgerechnet zum aktuellen Dollarkurs würden die preisgünstigen MIDs dann circa zwischen 250 und 400 Euro kosten.

Gut ausgestattete MIDs mit großem Display hingegen, die in der Klasse der UMPC spielen und beispielsweise über einen integrierten GPS-Chip verfügen und sich via UMTS-Verbindung ins Internet einwählen, können sich in Preisregionen von bis zu 1000 Euro bewegen.

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