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Mitarbeiter löscht 570 Firmen-Programme aus Frust

19.11.2020 | 13:51 Uhr | Hans-Christian Dirscherl

Ein Mitarbeiter hat 570 Computer-Programme gelöscht und damit eine Maschine in seiner Firma lahm gelegt. Aus Frust, weil er nicht übernommen wurde.

Frustrierte Mitarbeiter können ihrem Arbeitgeber heftig schaden und die Produktion beeinträchtigen. Das beweist ein Fall aus Baden-Württemberg, über den BW24 unter Berufung auf die "Esslinger Zeitung" berichtet .

In einem Unternehmen in Ostfildern (südöstlich von Stuttgart gelegen) war ein heute 52 Jahre alter Mann als Leiharbeiter beschäftigt. Als ihm sein Arbeitgeber vor über einem Jahr in einem Personalgespräch mitteilte, dass er den Mann nicht dauerhaft als festen Mitarbeiter übernehmen werde, sann der damals 51-Jährige auf Rache. Er löschte im Oktober 2019 570 Teilfertigungsprogramme aus dem Speicher einer CNC-Drehmaschine. Diese Teilfertigungsprogramme werden zur Herstellung von Bauteilen für Hydraulikzylinder benötigt.

Der durch die Löschaktion verursachte Schaden wurde auf 40.000 Euro geschätzt. Ohne diese Teilfertigungsprogramme stand die Drehmaschine still.

Das ist nicht der erste Fall, in dem ein enttäuschter Mitarbeiter die IT seines Arbeitgebers aus Rache beschädigt. So löschte beispielsweise im Jahr 2017 ein Ex-Administrator des relativ unbekannten Hosting-Unternehmens Verelox alle Kundendaten.

Dass die eigenen Mitarbeiter ein Sicherheitsrisiko darstellen können, gehört sozusagen zum Grundwissen für IT-Sicherheitsbeauftragte. Neben Viren, Trojanern und Hackern gilt die Belegschaft einer Firma als größtes Risiko in der Sicherheit der Informationstechnik. Deshalb ist es so wichtig, dass Unternehmen die Gefahr aus den eigenen Reihen ernst nehmen und auch Datenklau durch Mitarbeiter verhindern.

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