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Missionen zur Reparatur defekter Satelliten

15.10.2019 | 15:54 Uhr | Michael Söldner

Zwei Unternehmen arbeiten an Techniken, um defekte oder ausgediente Satelliten zu reparieren bzw. unschädlich zu machen.

Mit zwei neuen Missionen wollen der Rüstungshersteller Northrop Grumman sowie das Startup Astroscale den Traum reparierbarer Satelliten wahr werden lassen. Bislang gibt es keine Möglichkeit, einmal in einer Umlaufbahn ausgesetzte Satelliten zu warten, falls an ihnen Defekte auftreten. Auch ein Auftanken mit Treibstoff zur Höhenveränderung ist noch nicht möglich. Mit einem Raumschiff, welches sich in der Umlaufbahn dem defekten Satelliten annähert, soll nun eine Reparaturmöglichkeit gefunden werden. Diese Aufgabe ist jedoch nicht trivial: Die Satelliten bewegen sich sehr schnell um die Erde, außerdem wurde ein Einfangen der Flugkörper bei ihrer Entwicklung nicht berücksichtigt.

Daher testet Northrop Grumman einen Roboterarm sowie eine magnetische Platte, mit denen die defekten Satelliten eingefangen werden sollen. Am 9. Oktober wurde das MEV1 getaufte Raumschiff an Bord einer russischen Protonrakete in den Weltraum transportiert. Ziel der Mission ist der Kommunikationssatellit Intelsat 901, der 2001 gestartet wurde, aber nun keinen Sprit mehr hat. MEV1 soll ihn langsam auf die gewünschte Umlaufbahn ziehen. Die Mission ist auf fünf Jahre ausgelegt. Astroscale hingegen will hingegen Möglichkeiten finden, um ausgediente Satelliten oder Bruchstücke aus der Umlaufbahn zu entfernen. Ein Raumschiff namens ELSA-d soll ab 2020 per Magnet ausgediente Satelliten einfangen und in Richtung Atmosphäre stoßen, wo sie dann verglühen. 

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