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Mission R: Porsche zeigt E-Rennwagenstudie mit 800 kW und 900 Volt

08.09.2021 | 13:25 Uhr | Hans-Christian Dirscherl

Der Porsche Mission R leistet maximal 800 kW (1.088 PS), sprintet in unter 2,5 Sekunden auf 100 km/h und fährt 300 km/h schnell. Geladen wird mit maximal 900 Volt.

Auf der IAA 2021 dreht sich bekanntlich fast alles um Elektromobilität. Da überrascht es nicht, dass Porsche die Studie eines neuen Rennwagens mit Elektro-Antrieb vorgestellt hat.

Die Rennwagenstudie trägt die Bezeichnung „Mission R“. Je ein Elektromotor (permanenterregte Synchronmaschinen) treibt Vorder- und Hinterachse an. Der E-Motor an der Vorderachse leistet im Renn-Modus bis zu 320 kW. Im Qualifikations-Modus soll der Allradler auf eine Peak-Systemleistung von über 800 kW (1.088 PS) kommen. Die Dauer-Systemleistung im Renn-Modus beträgt immerhin 500 kW (650 PS). Die Höchstgeschwindigkeit gibt Porsche mit über 300 km/h an. Von null auf 100 km/h beschleunigt der rund 1.500 Kilogramm schwere - oder eher: leichte - Elektro-Rennwagen in weniger als 2,5 Sekunden. Die Leistung der beiden E-Motoren gelangt über „geradverzahnte Eingang-Getriebe und mechanische Differentialsperren an die Vorder- und Hinterräder“. Getriebe, Elektromotoren und Pulswechselrichter (PWR) an Vorder- und Hinterachse sind baugleich.

Öldirektkühlung

Wichtig für einen einsatztauglichen Rennwagen ist, dass dieser die Leistung konstant und über die gesamte Zeit eines Rennens abrufen kann. Hierfür müssen die beiden Elektromotoren und die Akkus optimal gekühlt werden. Das übernimmt eine komplexe Öldirektkühlung. Porsche beschreibt deren Wirkungsweise folgendermaßen: „Während bei konventionellen elektrischen Maschinen die Kühlflüssigkeit durch einen Mantel außerhalb des Stators strömt, fließt bei der Direktkühlung das Öl direkt an den Kupferwicklungen entlang. So lässt sich mehr Wärme unmittelbar an der Quelle abführen. Zudem konnten dadurch die Nuten im Stator kleiner dimensioniert werden, was zu einem besseren Wirkungsgrad in Realfahrzyklen führt. Eine innovative Statorabdichtung verhindert dabei das Eindringen der Kühlflüssigkeit in den Rotorraum.“

Batterie wird mit 900 Volt geladen

Die Batterie (ebenfalls mit Öldirektkühlung) sitzt hinter dem Fahrer in einem „E-Core-Layout“. Ihre Gesamtkapazität beträgt 82 kWh. Damit sei sie für eine Renndistanz im Sprint-Format von 25 bis 40 Minuten ausgelegt. Geladen werden kann mit beachtlichen 900 Volt. Damit soll sich der Akku in der Rennpause an Gleichstrom (DC-)Schnellladestationen in circa 15 Minuten von fünf auf 80 Prozent SoC (State of Charge/Ladezustand) aufladen lassen. Die maximale Ladeleistung beträgt 350 kW. Der Ladeanschluss sitzt mittig unter dem Heckflügel.

Die Rekuperationsleistung gibt Porsche mit bis zu 800 kW an.

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