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Ministerium warnt: Keine Fotos von Impfausweisen posten

06.05.2021 | 12:43 Uhr | Hans-Christian Dirscherl

Das Gesundheitsministerium warnt ausdrücklich davor Fotos des Impfpasses mit der Corona-Impfung zu veröffentlichen. Der Grund.

Nachdem das Impfen gegen das Sars-CoV2-Virus endlich auch in Deutschland so langsam in Fahrt kommt, gibt es immer mehr Impfausweise, in denen der entsprechende Nachweis über die erfolgte Impfung gegen Corona steht. Wer sich darüber freut, endlich den ersehnten Impfschutz bekommen zu haben, möchte dieser Freude vielleicht auch durch ein Foto des Impfbucheintrags auf Instagram, Facebook, Twitter oder Tik-Tok Ausdruck verleihen. Doch das Bundesgesundheitsministerium warnt ausdrücklich davor.

So hat das Bundesgesundheitsministerium auf seinem Telegramkanal diese Warnung verbreitet : „Bitte teilen Sie keine Bilder vom Eintrag Ihrer Covid-19-Impfung im Impfpass in sozialen Netzwerken. Es handelt sich um sensible persönliche Daten.“

Und weiter: „Kriminelle können die darauf sichtbaren Daten wie Chargennummer, Stempel der Praxis oder Unterschrift der Ärzte für Fälschungen missbrauchen.“

In der unteren Zeile der Nachweis für die erste Impfung mit dem Impfstoff von Biontech (darüber der Nachweis einer Grippeschutzimpfung).
Vergrößern In der unteren Zeile der Nachweis für die erste Impfung mit dem Impfstoff von Biontech (darüber der Nachweis einer Grippeschutzimpfung).
© IDG

Das Innenministerium spielt damit wohl auf unterschiedliche Gefahrenpotenziale an. Einerseits können Cybergangster persönliche Daten für Identitätsdiebstahl nutzen. In diesem Zusammenhang sind vor allem Betrugsmaschen bekannt, bei denen Betrüger versuchen an Fotos oder Scans von Personalausweisen zu gelangen. Wir stellen diese Betrugsmasche in dem Beitrag
" Vorsicht Datenklau: Neue Abzocke per Video-Chat" vor.

Andererseits werden Impfpasseinträge immer mal wieder für Betrügereien mit gefälschten Impfnachweisen missbraucht. Damit Personen eine Impfung nachweisen können, die sie gar nicht erhalten haben, wie zum Beispiel der MDR hier berichtet.

Identitätsdiebstahl: 5 Tipps, wie Sie sich schützen können

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