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Mining-Sperre umgangen: Bis zu 90 Prozent Hash-Leistung

20.05.2022 | 16:13 Uhr | Michael Söldner

Die von Nvidia etablierte Mining-Limitierung aktueller Grafikkarten lässt sich nun nahezu komplett umgehen.

Mit LHR (Lite Hash Rate) will Nvidia der Knappheit von Grafikkarten zu Leibe rücken. Die neu in den Verkauf gebrachten GPUs wurden vom Hersteller in ihrer Hash-Leistung begrenzt, so sollen sie für die Betreiber großer Krypto-Farmen unattraktiv werden. Erst in diesem Monat konnte diese Softwarebegrenzung durch NiceHash bei den meisten Grafikkarten aufgehoben werden.

LHR v1 und v2 geknackt

Für Miner sind die aktuellen Ampere-Grafikkarten vor allem wegen ihrem schnellen GDDR6X-Speicher und ihrer hohen Effizienz mit dem Dagger-Hashimoto-Algorithmus beliebt. Dadurch lässt sich die Kryptowährung Ethereum mit Gewinnen schürfen. Seit der RTX 3060 bietet Nvidia seine Grafikkarten jedoch nur mit einer Limitierung der Hash-Rate an. Dies soll die Preise für Grafikkarten niedrig halten. Die erste Sperre (v1) wurde jedoch schnell mit einem eigenen Treiber ausgehebelt. Die Begrenzung von LHR v2 wurde fortan bei allen Nvidia-Grafikkarten außer der Geforce RTX 3090 eingebaut. Seit diesem Monat ist jedoch auch diese Sperre umgangen worden.

LHR v3 ebenfalls fast ausgehebelt

Damit verblieben nur noch die Karten mit LHR v3, beispielsweise die RTX 3080 12 GB und die RTX 3050. Doch auch diese Begrenzung von Nvidia konnten Miner nun weitgehend aushebeln : Die Karten bieten mittlerweile immerhin 90 Prozent der Mining-Leistung, die zuvor durch den Hersteller auf 50 Prozent beschränkt war. Da die Ethereum-Kurse jedoch mittlerweile auf unter 2.000 Euro pro Ether gesunken sind, dürfte ein neuer Preisanstieg bei Grafikkarten nicht bevorstehen. Die Umgehung der Hash-Bremse sollte also keine so großen Auswirkungen auf die Grafikkartenpreise haben.

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