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Middleware künftig deinstallierbar

09.04.2002 | 15:42 Uhr | Panagiotis Kolokythas

Einige PC-Hersteller haben bereits eine frühe Test-Version des Service Pack 1 für Windows XP erhalten. Schon mit dieser Version ist das Deinstallieren der im englischen mit "middleware" bezeichneten Anwendungen möglich. Zur "middleware" zählen beispielsweise der Windows Media Player, der Microsoft Messenger, der Internet Explorer und Outlook Express.

Die Möglichkeit, diese "middleware" aus dem Betriebssystem zu entfernen, dürfte nicht zuletzt AOL und RealNetworks freuen, die damit eine Möglichkeit erhalten, ihre Produkte prominenter und ohne störende Konkurrenz-Produkte von Microsoft auf Rechnern zu platzieren, die mit Windows XP ausgeliefert werden.

Für die Kritiker von Microsoft geht das Service Pack 1 allerdings noch nicht weit genug. "Dieses Service Pack bietet nicht mehr und nicht weniger als Microsoft schon im November vor Gericht versprochen hatte. Das sind nur kosmetische Änderungen", so John Buckley, Sprecher von AOL Time Warner.

So lautet auch eine Forderung der Konkurrenten, Microsoft solle Windows XP vollkommen "nackt" anbieten. Also nur das Betriebssystem ohne die von den Mitbewerbern ungeliebten und ins System eingebetteten Anwendungen. Zumindest solle Microsoft aber den Software- und PC-Herstellern Zugriff auf die API erlauben, damit Anwendungen von Drittherstellern direkt an Windows XP angepasst werden könnten.

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