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Microsofts DirectStorage für Windows ist fertig - PC-Gaming wird drastisch verbessert

15.03.2022 | 10:45 Uhr | Panagiotis Kolokythas

Microsoft liefert die API für DirectStorage aus. Damit können Spiele künftig viel, viel schneller laden als bisher.

Microsoft will das Gaming unter Windows 11 noch attraktiver machen und jetzt ist auch eines der Feature verfügbar, welches dies ermöglichen soll: DirectStorage. In einem Blog-Beitrag teilt Microsoft mit, dass die im September 2020 angekündigte DirectStorage-API ab sofort für Entwickler von Windows-Spielen und Hardware-Treibern verfügbar ist.

Grundsätzlich ist auch Windows 10 mit DirectStorage kompatibel, aber das volle Potenzial kann nur unter Windows 11 ausgeschöpft werden, weshalb Microsoft den PC-Gamern empfiehlt, Windows 11 zu nutzen.

Die DirectStorage-Technologie ist bereits bei den Xbox-Series-Konsolen im Einsatz und beschleunigt dort die Ladezeiten bei Spielen enorm. Zusätzlich wird dadurch auch Quick Resume ermöglicht. Diese Funktion sorgt dafür, dass Spiele nach einem Wechsel im Hintergrund gespeichert und später an der gleichen Stelle fortgesetzt werden können. Auch dies wird in naher Zukunft auf Windows-11-Rechnern möglich sein.

DirectStorage soll die Ladezeiten von Spielen deutlich verkürzen
Vergrößern DirectStorage soll die Ladezeiten von Spielen deutlich verkürzen
© Microsoft

Diese Vorteile bietet Microsofts DirectStorage künftig auch unter Windows

DirectStorage soll auch auf PCs die Ladezeiten drastisch erhöhen, indem - vereinfacht ausgedrückt - die Art und Weise geändert wird, wie die GPU mit der SSD interagiert. Im Ergebnis wird die Datenübertragungsrate massiv erhöht. Noch ist nicht ganz klar, ob die PC-Erfahrung die gleiche wie bei den aktuellen Xbox-Series-Konsolen sein wird. Nvidia-Chef Jensen Huang hatte aber von "sofortigem" Laden und der Möglichkeit, dort weiterzumachen, wo man aufgehört hat, gesprochen. Nvidia RTX IO, wie Huang es nannte, verbindet den Video-RAM der GPU mit einer NVMe-SSD, sodass die beiden direkt miteinander kommunizieren und die digitalen Inhalte des Spiels schnell laden können.

Dies bewirkt letztlich zwei Dinge: Lange Ladezeiten gehören der Vergangenheit an und die GPU-Texturdekompressionen werden beschleunigt. Letzteres dürfte sich vor allem bei Open-World-Spielen positiv bemerkbar machen, in denen ständig neue Texturen im Hintergrund nachgeladen werden, während man sich in der offenen Welt bewegt. Mehr Informationen zu DirectStorage finden Sie in diesem Ratgeber: Windows 11 ist DAS Betriebssystem für Gamer - alle neuen Funktionen erklärt

Entwickler dürfen sich an die Arbeit machen

Mit der Freigabe der API ist die DirectStorage-Technologie nun für alle Entwickler verfügbar, so dass nicht nur Nvidia (mit Nvidia RTX IO), sondern auch AMD diese nutzen kann. Konkret beinhaltet DirectStorage drei Dinge:

  • ein DirectX12-ähnliches Aufrufmuster, sodass die Anwendungen selbst keine E/A-Anforderungen verwalten müssen

  • GPU-Dekomprimierung der Assets

  • einen Speicherstapel, der die DirectStorage-Funktionen nutzt

Was Sie benötigen, um von DirectStorage zu profitieren

Nach Angaben von Microsoft wird DirectStorage auch ältere Hardware unterstützen, sogar ältere Festplatten. Microsoft wird DirectStorage auch für Windows 10 zur Verfügung stellen. Die Technologie wird aber für Windows 11 optimiert, das laut Microsoft "das volle Potenzial von DirectStorage freisetzen" werde. Schnelle E/A-Übertragungen zwischen einem Grafikprozessor und einem Speichergerät werden auch von schnellem Speicher profitieren, was bedeutet, dass eine NVMe-SSD wahrscheinlich am besten ist.

Erste Windows-Spiele, die von DirectStorage profitieren, sollen laut Microsoft in naher Zukunft ausgeliefert werden.

Die DirectStorage-API biete den Entwicklern zunächst all das, was sie benötigen, um auf das neue IO-Modell für ihre Spiele umzusteigen. Zusätzlich arbeite man auch an mehr Möglichkeiten, um die CPU-Auslastung zu verringern. "Als Nächstes steht die GPU-Dekomprimierung auf unserer Roadmap, eine Funktion, die Entwicklern mehr Kontrolle über Ressourcen und die Nutzung der Hardware geben wird", erklärt Microsoft in dem Blog-Beitrag. Ferner werde die bestehende Runtime-Implementierung weiter optimiert, wozu auch das Feedback der Entwickler und Nutzer berücksichtigt wird.

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