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Microsoft will Teile von TikTok übernehmen

03.08.2020 | 10:11 Uhr | René Resch

Microsoft will TikTok in englischsprachigen Gebieten übernehmen und unter US-Flagge betreiben. Der Deal mit Segen der Trump-Regierung könnte schon im September abgeschlossen werden.

US-Präsident Donald Trump würde die Social-Media-App TikTok am liebsten verbieten, seit jeher wird dem chinesischen Betreiber Bytedance Spionage vorgeworfen. Microsoft sieht darin eine Chance und würde gerne das Geschäft für die USA, Kanada, Australien und Neuseeland von TikTok übernehmen, wie PCWorld berichtet.

Weiterführend: USA prüft Bann für chinesische Social-Media-Apps wie TikTok und Co.

Dazu hat Microsoft-CEO Satya Nadella mit Donald Trump Kontakt aufgenommen. Hier wurde über Trumps Bedenken und einen möglichen Deal gesprochen. Dies bestätigte Microsoft nun bereits in einem Blog-Beitrag.

So soll Trump seine Zustimmung für einen möglichen Deal gegeben haben. "Microsoft ist sich voll und ganz bewusst, wie wichtig es ist, auf die Bedenken des Präsidenten einzugehen", sagte Microsoft. "Es ist entschlossen, TikTok vorbehaltlich einer vollständigen Sicherheitsüberprüfung zu erwerben und den Vereinigten Staaten, einschließlich des US-Finanzministeriums, angemessene wirtschaftliche Vorteile zu bieten".

TikTok-Daten sollen in den USA verbleiben

Die Trump-Administration war bei TikTok stets besorgt über den Verbleib der Daten, die die App sammelt und geht davon aus, das gewisse Daten in die Hände der kommunistischen Partei Chinas fallen. Bei einer erfolgreichen Übernahme von TikTok in englischsprachigen Gebieten, verspricht Microsoft, dass sämtliche Daten, die das Unternehmen sammeln würde in den USA verbleiben. Auch Daten, die bisher außerhalb gespeichert würden, sollen in die Vereinigten Staaten übertragen werden. Ziel von Microsoft ist es demnach, die TikTok-Erfahrung aufrechtzuerhalten, die Sicherheit und den Datenschutz jedoch deutlich zu verbessern.

Laut Microsoft könnte der Deal mit dem TikTok-Unternehmen Bytedance bereits bis zum 15. September 2020 abgeschlossen werden. Gespräche stehen noch aus, beide Unternehmen gaben jedoch an, dass sie den Ausschuss für ausländische Investitionen in den USA (CFIUS) davon in Kenntnis gesetzt hätten. Microsoft will bis zu einem abgeschlossenen Deal keine weiteren Kommentare dazu abgeben.

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