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Surface-Tastatur und -Maus für Windows 10 im Test

03.05.2017 | 13:45 Uhr |

Wir haben Surface-Tastatur und -Maus getestet. Ein gutes Bluetooth-Desktop-Set mit Schwächen beim "Aufwachen".

Wir haben die von Microsoft verkaufte Surface-Tastatur und Surface-Maus für bluetooth-fähige Geräte getestet, an einem Windows-10-Pro-Rechner und mit einem iPad Air.

Test: Surface-Tastatur und -Maus am Windows-10-PC

In Windows gehen Sie in „Einstellungen, Geräte, Bluetooth“ und schalten mit dem Schieberegler Bluetooth ein. Windows 10 sucht nun nach verfügbaren bluetooth-fähigen Geräten und zeigt Ihnen die Surface-Tastatur und die Surface-Maus zur Koppelung an. Koppeln Sie jetzt beide Geräte, und binnen weniger Sekunden sind beide Peripheriegeräte mit Ihrem Windows-Rechner verbunden. Danach lassen sich beide Geräte einwandfrei nutzen.

Im Test lassen sich Surface-Tastatur und Surface-Maus an unserem Windows-10-Pro-Rechner auf Anhieb einwandfrei und grundsätzlich ohne Aussetzer verwenden. Zum Bedienkomfort gilt das bereits weiter unten zum iPad Air Geschriebene: Die Tastatur besitzt einen tollen Anschlag und gutes akustisches und haptisches Feedback. Sie ist zudem sehr leise. Die Maus liegt gut in der Hand und das Scrollrad lässt sich ebenfalls angenehm und zielsicher bedienen.

In Windows gehen Sie in „Einstellungen, Geräte, Bluetooth“.
Vergrößern In Windows gehen Sie in „Einstellungen, Geräte, Bluetooth“.

Die Aufstellhöhe der Tastatur ist nicht veränderbar, sondern durch das Batteriefach vorgegeben. Das hat aber den Vorteil, dass es auch keine Aufstellfüße gibt, die abbrechen können.

Kleines Manko: Die Surface-Tastatur ist nicht beleuchtet.

Mühsames Aufwachen

Mit längerer Testdauer am Windows-10-PC zeigt sich aber, dass insbesondere die Maus oft einige Sekunden braucht, bis sie nach einer mehrminütigen Ruhe-Phase wieder bedienbar ist. Sprich: Man nimmt beispielsweise nach der Mittagspause die Maus wieder in die Hand, bewegt sie hin und her - und nichts passiert. Es dauert oft etliche Sekunden, bis der Mauszeiger auf dem Bildschirm erscheint und man weiterarbeiten kann. Bei der Tastatur bemerken wir solche Tiefschlafphasen dagegen nur selten.

In einigen wenigen Fällen scheinen Maus beziehungsweise Tastatur sogar eingefroren zu sein. Sie reagierten dann einige Minuten nicht mehr auf unsere Bewegungen.

Test: Surface-Tastatur am iPad

Wir haben die Surface-Tastatur mit einem Gerät gekoppelt, das laut Microsoft überhaupt nicht kompatibel ist: nämlich mit einem iPad Air mit dem aktuellen iOS 10.2.1.

Die Surface-Tastatur ließ sich auf Anhieb und ohne Probleme mit dem iPad koppeln. Legen Sie einfach nur die Batterien in die Tastatur ein und aktivieren Sie auf dem iPad Bluetooth. Das iPad zeigt binnen Sekunden das Surface als koppelbares Gerät an. Die an der Surface-Tastatur vorhandene Pairing-Taste müssen Sie überhaupt nicht drücken, sondern Sie klicken einfach nur auf dem iPad auf "verbinden".

Die Surface-Tastatur lässt sich problemlos mit dem iPad Air verbinden.
Vergrößern Die Surface-Tastatur lässt sich problemlos mit dem iPad Air verbinden.

Das iPad zeigt nun einen Pairing-Code an, den Sie auf der Surface-Tastatur eingeben. Diese Eingabe müssen Sie „blind“ machen, weil das iPad zu diesem Zeitpunkt noch nichts anzeigt. Drücken Sie nach vollständiger Eingabe des Codes noch Enter und binnen Sekunden ist die Tastatur mit dem iPad gekoppelt.

Sie können dann beispielsweise in Notizen, in Mail oder in Numbers und Pages mit der Tastatur Texte und Zahlenkolonnen eintippen.

Gut: Die Tastatur bietet einen guten Anschlag und klare haptische und akustische Rückmeldung. Das Tippen macht darauf richtig Spaß und geht flott von der Hand. Für Vielschreiber ist die Tastatur perfekt.
Schlecht: Man kann mit der Tastatur nicht zwischen verschiedenen Bereichen in einer iOS-Anwendung wechseln. Beispielsweise können Sie in der iOS-Notizen-App aus dem rechten Eingabefeld nicht in die linke Auswahlspalte für alle vorhandenen Notizen wechseln. Dafür müssen Sie dann doch wieder mit dem Finger auf den gewünschten Bereich auf dem iPad tippen.

Gesamt-Fazit zur Surface-Tastatur und Surface-Maus

Surface-Tastatur und -Maus sind ein leistungsfähiges Set für Vieltipper, die Wert auf hohen Bedienkomfort legen. Die Optik ist solide, erreicht aber nicht die Wertigkeit einer iMac-Tastatur. Doch dafür besitzt die Surface-Tastatur viel mehr Tasten als der iMac-Konkurrent, beispielsweise die Druck-Taste für schnelle Screenshots und ein separates Ziffernfeld.

Haptik und Lautstärke sind wirklich gut, aber vor allem die Maus hängt manchmal, wenn man sie einige Minuten nicht benutzt. Dann dauert es oft etliche Sekunden, bis der Mauszeiger endlich wieder sichtbar wird und man die Maus benutzen kann. Das bremst den Arbeitsfluss leider spürbar. Schade, denn von diesem Manko abgesehen ist das ein tolles Tastatur-Maus-Set.

Ende des Berichts, Beginn der Produktbeschreibung:

Microsoft erweitert sein Angebot bei Peripherie-Geräten: Seit dem 16. Januar 2017 sind die Surface-Tastatur und die Surface-Maus in Deutschland erhältlich.

Interessierte Kunden erhalten die Surface-Tastatur zu einem Preis von 109,99 Euro (UVP, inklusive Mehrwertsteuer). Für die Surface- Maus verlangt Microsoft 54,99 Euro (UVP, inklusive Mehrwertsteuer). Die beiden Geräte sind laut Microsoft bei allen Surface-Retail-Partnern erhältlich.

Das neue Zubehör passt im Design zur Surface-Reihe, kann aber auch mit anderen Rechnern außerhalb der Surface-Familie zusammen eingesetzt werden. Tastatur und Maus verbinden sich via Bluetooth 4.0 kabellos mit Desktop-PCs, Laptops oder Tablets.

Das Surface-Keyboard und die Surface-Maus sind Microsoft zufolge kompatibel mit diesen Betriebssystemen: Windows 10, 8.1/8 und Windows 10 Mobile. Bei macOS soll die Hardware aber nicht das aktuelle macOS Sierra, sondern nur die Vorgänger El Capitan und Yosemite unterstützen. Und bei Android sogar nur die schon ziemlich in die Jahre gekommenen Android-Versionen 4.4.2 bis 5.0. Wir haben bei Microsoft um eine Bestätigung dieser Angaben gebeten. Bis dato konnte uns Microsoft diese merkwürdigen Systemvoraussetzungen aber nicht erklären.

Surface Tastatur
Vergrößern Surface Tastatur
© Microsoft

Die Surface-Tastatur hat ein mattgraues flaches Design. Sie verfügt über ein komplettes Tastaturlayout inklusive Nummernblock sowie Medien- und Funktionstasten. Microsoft hat das Tastaturgehäuse aus Aluminium fertigen lassen.

Surface Maus
Vergrößern Surface Maus
© Microsoft

Die Surface-Maus bringt laut Microsoft etwa 90 Gramm auf die Waage. Das Scroll-Rad aus Metall bietet 24 Arretierungen für präzises Weiterblättern und Verschieben.

Für beide Produkte verspricht Microsoft eine Batterielebensdauer von bis zu einem Jahr.

Einschätzung

Die beiden Geräte machen einen wertigen Eindruck, in einem ersten Test (siehe oben) bestätigte sich unsere Erwartung, dass man auf dieser Tastatur gut tippen kann. Erfahrungsgemäß sind Tastaturen und Mäuse von Microsoft hochwertige Produkte. Allerdings bekommt man Bluetooth-Tastaturen und -Mäuse auch schon für deutlich weniger Geld, wie unser Preisvergleich zeigt.

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