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Microsoft verbietet seinen Mitarbeitern Aprilscherze

28.03.2019 | 15:05 Uhr | Denise Bergert

Microsofts Marketing-Chef Chris Capossela hat seinen Mitarbeitern in diesem Jahr verboten, Aprilscherze zu verbreiten.

Von Windows-Entwickler Microsoft wird es am kommenden Montag keinen Aprilscherz geben. Marketing-Chef Chris Capossela bittet alle Mitarbeiter in einem internen Memo, in dessen Besitz der IT-Blog The Verge gelangt ist, sich keine öffentlichen Aprilscherze auszudenken und auch nicht an deren Verbreitung teilzunehmen. Statistiken hätten gezeigt, dass derartige Aktionen keine sonderlich positiven Auswirkungen auf das Öffentlichkeitsbild von Microsoft hätten. Aprilscherze würden außerdem zu unerwünschter Berichterstattung über das Unternehmen führen.

Capossela betont in dem Schreiben, dass er es sehr zu schätzen wisse, dass Mitarbeiter in der Vergangenheit Zeit und Energie in einfallsreiche und witzige Aprilscherze gesteckt hätten. Microsoft hätte jedoch sehr viel mehr zu verlieren als zu gewinnen, wenn das Unternehmen derartige Scherze veröffentlicht und verbreitet.

Mit dem Verbot für Aprilscherze in diesem Jahr will Microsoft allem Anschein nach verhindern, dass ein schlechter Scherz nach hinten losgehen könnte. So musste sich beispielsweise Google vor drei Jahren bei allen Gmail-Nutzern entschuldigen . Der Internet-Konzern hatte am 1. April 2016 einen neuen Button an der Stelle der „Senden“-Schaltfläche für E-Mails eingefügt. Drückte ein Nutzer versehentlich darauf, wurde seiner E-Mail ein animiertes GIF angehängt. Das Bildchen zeigte einen Minion aus der Animationsfilmreihe Despicable Me, der verächtlich das Mikrofon fallen lässt – was so viel bedeutet wie „Ich habe dir nichts mehr zu sagen!“. Unter Freunden vielleicht witzig, könnte das GIF so manchen Chef oder Geschäftspartner verärgert haben.

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