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Microsoft und Sun nehmen Stellung

27.06.2003 | 12:38 Uhr |

Microsoft Pressesprecher Jim Desler bezeichnete das Urteil des Berufungsgerichts als "positiven Schritt." Die vorherige Verfügung - Java müssen bei Auslieferung mit an Bord sein - sei ein "wesentlicher Streitpunkt" gewesen, der der Klärung bedurfte, so Desler.

Was die Urheberrechtsverletzungen angeht, glaubt sich Microsoft auf der sicheren Seite: Die Softwareschmiede hat sich bereits im Februar den entsprechende Anordungen gefügt als sie den SP1 für Windows XP neu auflegte - ohne dass die Java Virtual Machine an Bord war (wir berichteten) .

Vertreter von Sun hielten sich eher bedeckt und gaben an, ihre Optionen noch ergründen zu wollen. Sie könnten um ein so genanntes "Rehearing" bitten. Nahe liegend wäre auch, so unsere Kollegen von "PC-World", dass Sun die Sache ganz auf sich beruhen läßt. Sie stützen sich bei dieser Einschätzung auf eine Aussage von Lee Patch, Suns Vize-Präsident für Legal Affairs - er wies nämlich darauf hin, dass Dell und HP angekündigt haben, Suns Java mit ihren Systemen auszuliefern. Dies könnte Signalwirkung für den Rest der Branche haben.

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