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Microsoft klagt gegen billige Lizenzen von Lizengo

21.10.2019 | 17:02 Uhr | Michael Söldner

Die preiswerten Lizenzen für Windows 10 Pro und Office 2019 von Lizengo rufen nun Microsoft auf den Plan.

Update 22.10.: Lizengo liegt noch keine Klage vor. Update Ende

Das Unternehmen Lizengo bietet im Einzelhandel sehr günstige Lizenzen für Windows oder MS Office an. Windows 10 Pro kostet bei Edeka beispielsweise 39,99 Euro, bei Microsoft kostet die Lizenz satte 259,00 Euro. Ähnlich verhält es sich bei MS Office 2019 Home & Student: Bei Edeka werden 104,99 Euro fällig, Microsoft verlangt 149,00 Euro. Das Technikmagazin c't wollte herauszufinden, ob es sich dabei um ein legales Angebot handelt. Alle gekauften Keys ließen sich ohne Schwierigkeiten aktivieren. Laut Microsoft sei dies allein jedoch kein Beweis dafür, dass auch ein Nutzungsrecht vorliegt. 

Als Reaktion auf den Artikel hat Microsoft die Karten von Lizengo überprüft. Dabei zeigte sich, dass einige Keys aus chinesischen OEM-Lizenzen stammten, andere waren eigentlich für Universitäten aus dem europäischen Ausland bestimmt. Die chinesischen Lizenzen seien laut Microsoft nicht für den Verkauf in Deutschland zugelassen. Einen vermeintlichen Lizenzvertrag zwischen Microsoft und einer dänischen Universität gab es hingegen gar nicht. Daher wolle man rechtliche Schritte gegen Lizengo einleiten. Ob der Verkauf rechtens ist, muss nun durch ein deutsches Gericht geklärt werden. Bis dahin sollte von einem Kauf der Lizengo-Keys abgesehen werden. Bei schon erstandenen Lizenzen sollte der Kassenzettel für eventuelle Ersatzansprüche aufbewahrt werden.

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