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Microsoft drängt Windows-8.1-Nutzer mit Nagscreens zum Umstieg

27.06.2022 | 08:44 Uhr | Hans-Christian Dirscherl

Die berühmten Quälgeister kommen zurück: Microsoft drängt Windows-8.1.-Nutzer mit Nagscreens zum Umstieg.

Ende letzter Woche wurde bekannt, dass Microsoft bald damit anfängt, die Benutzer von Windows 8.1 auf das kommende Support-Ende hinzuweisen. Jetzt steht fest, wie diese Hinweise aussehen werden: Es handelt sich dabei um die berüchtigten Nagscreens.

Die Nagscreens werden die Benutzer ab Juli 2022 darüber informieren, dass Microsoft die Unterstützung für Windows 8.1 am 10. Januar 2023 einstellt. Die Nagscreens lassen den Benutzern drei Möglichkeiten zum Anlocken: "Learn more," "Remind me later," und "Remind me after the end-of-support date“.

Da Microsoft anders als bei Windows 7 zudem keine kostenpflichtige Support-Verlängerung für Windows 8.1 anbieten wird, müssen Windows-8.1-Benutzer spätestens zum 10.1.2023 aktiv werden und sich einen Nachfolger für Windows 8.1 besorgen. Denn Microsoft betont : "Microsoft wird kein Extended Security Update (ESU)-Programm für Windows 8.1 anbieten. Die weitere Verwendung von Windows 8.1 nach dem 10. Januar 2023 kann das Sicherheitsrisiko für eine Organisation erhöhen oder die Fähigkeit beeinträchtigen, Compliance-Verpflichtungen zu erfüllen".

Microsoft empfiehlt Windows-8.1-Nutzern diese Möglichkeiten:

  • Einen neuen Rechner mit Windows 11 kaufen

  • Windows 11 auf dem Windows-8.1-Rechner installieren. Das dürfte aber aufgrund der hohen Hardware-Anforderungen von Windows 11 meist nicht möglich sein.

  • Windows 10, das nach wie vor erhältlich ist, auf dem Windows-8.1-Rechner installieren.

Selbstverständlich können Sie auch Linux auf dem Windows 8.1.-Rechner installieren. Oder zu einem Mac wechseln.

Nagscreens: Quälgeister haben Tradition bei Microsoft

Die ungeliebten Nagscreens haben bei Microsoft schon Tradition. So drängte Microsoft seinerzeit die Windows-7-Nutzer mit Nagscreens zum Umstieg auf ein neueres Windowssystem. Allerdings führte Microsoft für professionelle Nutzer und Unternehmen zusätzlich die "Extended Security Updates" ein. Damit können Unternehmen oder Behörden, die nicht sofort auf ein anderes Windowssystem wechseln können – zum Beispiel, weil sie spezielle Software verwenden, die nur zu Windows 7 kompatibel ist – Windows 7 weiter nutzen. Aber auch beim Browser Edge setzte Microsoft die nervigen Nagscreens ein. Ebenso kamen Nagscreens bei Windows 10 zum Einsatz.

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