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Microsoft, Sony, Nintendo vereinbaren neue Regeln für Loot Boxen

08.08.2019 | 14:42 Uhr | Denise Bergert

Zusammen mit der Entertainment Software Association (ESA) haben Nintendo, Sony und Microsoft neue Regelungen für Loot Boxen in Spielen vereinbart.

Die drei Konsolen-Hersteller Microsoft, Nintendo und Sony haben zusammen mit der Entertainment Software Association (ESA) neue Regelungen für Loot Boxen in Spielen vereinbart. Die Kisten oder Lostüten erfreuen sich bei Spieleentwicklern und Publishern immer größerer Beliebtheit. Spieler zahlen dabei nicht für spezielle Items, sondern für Lostüten oder Kisten, in denen eventuell ihr gewünschter Spielgegenstand versteckt ist. Loot Boxen stehen bereits seit längerem wegen Glücksspielverdachts in der Kritik. Spieler werden dadurch verleitet, mehr Geld auszugeben, als sie eigentlich müssten, wenn sie gezielt einen speziellen Spielgegenstand kaufen würden. In Belgien und den Niederlanden sind Loot Boxen bereits verboten .

Die ESA hat nun in Zusammenarbeit mit den Konsolenherstellern eine neue Richtlinie verabschiedet . Danach müssen alle ab 2020 für Microsoft-, Sony- und Nintendo-Plattformen veröffentlichten Spiele angeben, mit welcher Wahrscheinlichkeit oder Seltenheit wertvolle Items in den bezahlten Loot Boxen vorkommen. Die Richtlinie gilt nicht nur für Spiele, in denen Loot Boxen schon zum Release integriert sind, sondern auch für die Titel, in denen Loot Boxen per Update nachgereicht werden. Laut der ESA haben folgende Publisher und Entwickler der Richtlinie ebenfalls zugestimmt: Activision Blizzard, Bandai Namco, Bethesda, Bungie, Electronic Arts, Microsoft, Nintendo, Sony, Take-Two, Ubisoft, Warner Bros und Wizards of the Coast. Unklar ist allerdings noch, ob die neue Richtlinie nur für Spiele in den USA gelten soll, oder ob die Regelung auch in Deutschland angewandt wird.

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