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Microsoft Office: Mitarbeiter-Überwachung entschärft

02.12.2020 | 16:02 Uhr | Denise Bergert

Nachdem Microsoft viel Kritik für seinen Produktivitätswert einstecken musste, hat der Konzern die Office-Funktion entschärft.

Microsoft enthüllte in der vergangenen Woche mit dem "Productivity Score" (Produktivitätswert) ein neues Werkzeug für seine Office-Software. Jared Spataro, der bei Microsoft für Office 365 und die Office-Tools verantwortlich zeichnet, präsentierte in einem Video die unterschiedlichen Funktionen des Statistik-Tools. So lassen sich über den "Productivity Score" etwa die Mitarbeiter ausfindig machen, die besonders stark oder besonders wenig auf digitale Kommunikation setzen. Ihre Produktivität lässt sich mit der Software ebenfalls bewerten. Die Statistiken listen etwa auf, an welchen Tagen welche Mitarbeiter wie viele E-Mails verschickt haben und wie lange sie in Teams mit Kollegen sprechen oder chatten. Diese Art der Mitarbeiter-Überwachung und -Analyse stieß unter anderem bei Juristen, Gewerkschaften und Datenschützern auf heftige Kritik . Experten rieten davon ab, die Software in deutschen Unternehmen einzusetzen.

Microsoft hat sich die Kritik nun zu Herzen genommen und reagiert in dieser Woche in einem Blog-Beitrag mit Änderungen. Laut Spataro wolle Microsoft die Privatsphäre von Mitarbeitern schützen und aus diesem Grund einige Anpassungen am "Productivity Score" vornehmen. So sollen etwa Nutzernamen aus der Anwendung verschwinden und das Nutzungsverhalten soll nun nur noch bei Nutzergruppen, nicht aber bei einzelnen Nutzern einsehbar sein. Das sammeln von Statistik-Daten soll also nur noch auf Unternehmensebene möglich sein. Laut Spataro sei der "Productivity Score" von den Medien falsch verstanden worden. Er sei nie dazu gedacht gewesen, die Leistungen von einzelnen einzustufen, sondern zu zeigen, wie ein Unternehmen seine technischen Möglichkeiten einsetzt.

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