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Microsoft: Office-Dateien werden virensicher - der Grund

08.02.2022 | 10:05 Uhr | Hans-Christian Dirscherl

Microsoft schließt ein uraltes Einfallstor für Malware: Makros in Office-Dateien aus dem Web werden nicht mehr ausgeführt.

Die in der Programmiersprache VBA programmierten Office-Makros werden von Malware-Programmierern seit jeher für die Verbreitung von Schadsoftware genutzt. Microsoft hat zwar das Öffnen von Office-Dateien mit Makros seit langer Zeit dadurch etwas abgesichert, dass Office immer erst ein Hinweisfenster einblendet und den Nutzer auffordert, dem Öffnen der Makros explizit zuzustimmen. Doch wenn ein unaufmerksamer Nutzer den Hinweis wegklickt und dem Download und dem Öffnen der Datei mit dem Makro zustimmt, dann kann der Virus in der Office-Datei den Windows-Rechner infizieren.

Jetzt geht Microsoft aber einen Schritt weiter, wie das Unternehmen in einem Blogeintrag mitteilt . Denn Microsoft Office wird VBA-Makros auf Windows-Rechnern in allen aus dem Internet heruntergeladenen Dateien demnächst standardmäßig blocken. Das ist in diesen Anwendungen der Fall: Access, Excel, Powerpoint, Visio und Word. Die bisher vorhandene Möglichkeit die Makros mit einem Mausklick schnell zu aktivieren, entfällt.

Stattdessen erscheint eine Nachrichtenleiste, von der aus die Nutzer mehr Informationen zu den geblockten Makros bekommen. Diese Informationen finden Sie auf dieser Seite.

Diese Hinweis-Leiste kommt künftig.
Vergrößern Diese Hinweis-Leiste kommt künftig.
© Microsoft

Diese Änderung soll für die Apps von Microsoft 365 im „Current Channel (Preview)“ ab Anfang April 2022 gelten . Die anderen Channels Current Channel, Monthly Enterprise Channel und Semi-Annual Enterprise Channel sollen folgen. Diese Neuerung soll zudem für Office LTSC, Office 2021, Office 2019, Office 2016 und Office 2013 ebenfalls kommen. Das Datum dafür steht aber noch nicht fest.

Makros, die digital signiert und als vertrauenswürdig gelten, lassen sich dagegen auch weiterhin ausführen. Nutzer können zudem in den Datei-Eigenschaften für ein Makro explizit einstellen, dass es eingeschaltet werden soll. Unternehmen können die Behandlung von Makros außerdem zentral festlegen.

Für Office auf dem Mac, Android und iOS sowie für Web-Office kommt diese Änderung nicht.

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