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Microsoft: Automatische Bilderkennung im Kampf gegen Kinderpornos

05.08.2019 | 16:45 Uhr | Denise Bergert

Eine Microsoft-Software soll den Ermittlern in Nordrhein-Westfalen im Kampf gegen Kinderpornografie helfen.

Der Windows-Hersteller Microsoft entwickelt in Zusammenarbeit mit der Justiz des Landes Nordrhein-Westfalen und der bei der Staatsanwaltschaft Köln angesiedelten Zentral- und Ansprechstelle Cybercrime (ZAC NRW) eine KI-Lösung zur Auswertung von kinderpornografischem Bildmaterial. Das Projekt hat zum Ziel, den ermittelnden Beamten die psychisch belastende Sichtung des Bildmaterials abzunehmen und die Sichtung des umfangreichen Materials zu beschleunigen. An der Entwicklung der Bilderkennungssoftware sind unter anderem Juristen und IT-Sicherheitsexperten der Universität des Saarlandes beteiligt.

Microsoft stellt für das Projekt eine kombinierte Lösung aus Algorithmen auf Basis neuronaler Netze zur Anonymisierung und intelligenten Erkennung von Bilddateien sowie Rechenkapazitäten in der Cloud zur Verfügung, die für die Auswertung der Dateien genutzt werden können. Nachdem die KI eine Vorauswahl getroffen hat, werden die Bilder, auf denen mutmaßliches kinderpornografisches Material zu sehen ist, von menschlichen Experten gesichtet und in den zutreffenden Fällen als gerichtsfestes Beweismaterial gesichert. Im nächsten Schritt des Projekts soll die KI mit anonymisierten, strafrechtlich relevanten Bilder gefüttert werden, um die Erfolgsquote des Programms zu erhöhen.

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