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Micro-Blogging-Dienst: Datenpanne bei Twitter

08.08.2019 | 15:13 Uhr | Denise Bergert

Twitter räumt ein, Daten ohne das Wissen und die Zustimmung der Nutzer mit Werbekunden geteilt zu haben.

Twitter hat in dieser Woche in einem Blogbeitrag eine Datenpanne beim Micro-Blogging-Dienst eingeräumt. Laut dem Unternehmen seien Nutzer-Einstellungen bei einigen Nutzern seit Mai 2018 vom System nicht korrekt erkannt worden. Davon betroffen seien unter anderem Werbeanzeigen für Apps, die bei Twitter geschaltet wurden. Haben Nutzer im Zeitraum von Mai 2018 bis August 2019 mit derartigen Anzeigen interagiert, wurden möglicherweise Daten wie der Ländercode oder die konkrete Interaktion mit der Werbeanzeige an Werbekunden weitergeleitet – auch wenn Nutzer dieser Weiterleitung in ihren Einstellungen widersprochen hatten.

Weiterhin sei es möglich, dass Nutzern Werbeanzeigen auf Basis ihres bevorzugten Mobilgerätes angezeigt wurden. Das sei auch dann der Fall gewesen, wenn Nutzer dieser Art von Einstufung nicht zugestimmt hätten. Laut Twitter seien wichtige private Daten wie das Passwort oder der E-Mail-Account nicht an Werbekunden weitergeleitet worden. Twitter hat das Problem eigenen Aussagen zufolge am 5. August 2019 behoben. Das Unternehmen weiß jedoch nicht, wie viele Nutzer von der Datenpanne betroffen sind. Twitter rät allen Nutzern, erneut ihre Einstellungen zu überprüfen und eventuell notwendige Änderungen vorzunehmen, falls diese zurückgesetzt wurden.

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