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Metz Spectral 82

01.03.2004 | 13:41 Uhr |

Metz Spectral 82

Der 16:9-Fernseher für 2300 Euro bietet ein üppiges Angebot zur Aufrüstung für jede Empfangssituation. Im Fernseher ist Platz für zwei Module.

AUSSTATTUNG: Eingebaut ist ein analoger Doppeltuner für Kabel- und terrestrischen Empfang, der die Bild-im-Bild-Funktion möglich macht. Für Digitalempfang setzt man einen zusätzlichen DVB-S-Tuner für 500 Euro ein, da der Doppeltuner nur einen Steckplatz belegt. Für einen zweiten Digital-Empfänger muss der analoge Doppeltuner weichen. Das DVB-S-Modul arbeitet auch an der Seite eines DVB-T-Plug-ins (400 Euro) oder eines analogen Sat-Receivers (ab etwa 150 Euro). Die Digitalempfänger selbst sind gut ausgestattet: Verschlüsselte Programme verarbeitet der CI-Einschub, den richtigen Kartenleser samt Karte vorausgesetzt. 1600 Programmplätze für Fernseh- und 1000 für Radiosender stehen separaten DVB-Empfängern in nichts nach. Als erster Spectral-Digitalempfänger arbeitet er mit dem elektronischen Programmführer TVTV zusammen. Den Spectral 82 (Chassis 603) kann man mit einer 160-GB-Festplatte aufrüsten, die dann bis zu 200 Stunden Video speichert. Alle anderen Geräte, die auf dieser neuen Plattform basieren, arbeiten ebenfalls mit der Einbau-Festplatte zusammen.

BEDIENUNG: In puncto Bedienung schneidet der Spectral gut ab. Sämtliche Module sind ins aufwendig gestaltete Bildschirmmenü integriert. Für spezielle Einstellungen bringt jedes Modul ein eigenes, schlichteres Servicemenü mit. Dort aktiviert der Benutzer etwa den automatischen Modul-Sendersuchlauf. Der Pferdefuß: Die opulente Grafik des Hauptmenüs baut sich sehr langsam auf, und das Navigieren innerhalb des Menüs geht mit der Sternwippe sehr träge voran. Besser funktioniert der Direktzugriff mit den Farbtasten.

QUALITÄT: Das Bild des Duos aus Fernseher und Einbau-DVB-Receiver steht der Leistung aus Einzelkomponenten in nichts nach. Ein per Scart-Kabel an den Spectral angedockter DVB-Receiver bringt wie das hauseigene Modul ein sattes und harmonisches Bild auf die Mattscheibe. Nur bei Bildern geringer Datenrate überzeichnete der Spectral die Bewegungsartefakte. Klötzchen und wabernde Farbfelder sind überdeutlich auf dem 80er-Schirm zu sehen. Der Grund: Die dunkle Bildröhre pointiert besonders senkrechte Kanten im Bild. Dadurch betont der Spectral die Schärfe in unnatürlicher Weise, und zugespielte Bildfehler treten deutlich hervor. Schiebt man den Schärfe-Regler zwei Einheiten herunter, verschwindet der Effekt.

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