1245459

Mehr sehen

23.09.2005 | 19:02 Uhr |

Mehr sehen

Wer die brillanten Bilder des hochauflösenden Fernsehens genießen möchte, benötigt dazu den richtigen Bildschirm. Mit einem normalen Röhrengerät, vielleicht gar einem mit dem Bildformat von 4:3, macht die neue digitale Welt keinen Spaß. Mit Plasma-Bildschirmen hat die Industrie die nötigen Bildmacher im Angebot und arbeitet mit Hochdruck an deren Verbesserung. Allein Panasonics Mutterkonzern Matsushita investierte 2004 mehrere Milliarden Euro in neue Fertigungsstätten für Plasma-Displays. Wichtigster Fortschritt ist der Trend zu höheren Auflösungen: Konnten Plasma-Panels der vergangenen Generationen meist nur 480 Zeilen darstellen, bringen es die neuen Bildschirmmodelle auf bis zu 768 Zeilen. Das reicht für hochauflösendes Fernsehen und Heimkinogenuss pur. Auch die Bildgröße wächst weiter. Pioneer ist mit seinem Display PDP-615EX bei einer Diagonale von 155 Zentimetern angelangt. Den geneigten Kunden kostet das allerdings stattliche 15.000 Euro. Den riesigen Diagonalen zum Trotz bringt die aktuelle Mittelklas der Plasma-Bildschirme rund 107 Zentimeter Bildfläche bereits ab 2000 Euro ins Wohnzimmer. Die LCD-Technik startete vor Jahren mit deutlich kleineren Bildern. Nun wollen einige Hersteller das Geschäft mit den großen Schirmen nicht den Plasmas allein überlassen – allen voran LCD-Pionier Sharp. In Japan präsentierten Sharp-Forscher kürzlich das erste LCD-Panel mit 165 Zentimeter Diagonale. An eine Markteinführung glauben die Entwickler jedoch frühestens Ende 2005. Kein Problem sind für die LCDs dagegen die hohen HDTVAuflösungen. Bereits die Modelle ab 76 Zentimeter bieten 720p-Unterstützung. Neben Plasma und LCD sind immer mehr Heimkinoprojektoren HDTV-fähig. Sie stellen weiterhin die einzige Möglichkeit für wirkliche XXL-Bilder jenseits von 1,5 Meter Diagonale dar. Ihre Schwäche bei Tageslicht verhindert allerdings den universellen Einsatz als Fernsehersatz. Heimkinofans stört das nicht. Sie integrieren ihren Projektor in den Kinosaal im Eigenheimkeller. Bei der Rückprojektionstechnologie erscheinen auf dem hirm Bilder von einem Projektor, der sich im Standfuß des Geräts befindet. Thomson bringt es bei seinem neuen Spitzenmodell 61DSZ644 auf riesige 61 Zoll Bilddiagonale. Gleichzeitig ist es gelungen, die vormals massigen Gehäuse auf eine Tiefe von 17 Zentimetern zu schrumpfen. Die Integration ins Wohnzimmer ist damit einfacher geworden, kann aber noch nicht mit LC- oder Plasma-Displays konkurrieren. Die Bildröhre spielt in den HDTV-Planspielen der Hersteller für Europa nur eine geringe Rolle. Ein Grund dafür ist, dass LC- und Plasma- Bildschirme billiger werden. Außerdem wollen immer mehr Verbraucher ein schickes Flachdisplay haben. Allerdings gibt es auch HDTV-fähige Röhrengeräte, die vor allem in Japan und den USA beliebt sind. Sie kosten umgerechnet 800 bis 1000 Euro.

PC-WELT Marktplatz

0 Kommentare zu diesem Artikel
1245459