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Media Player 10/11 werden vorausgesetzt

28.08.2006 | 15:22 Uhr | Panagiotis Kolokythas

Vorausgesetzt werden der Windows Media Player 10 oder 11 und eine DRM-geschützte Datei. Das Tool ruft den Windows Media Player auf und fängt an, die Datei kurz abzuspielen. Dabei werden die Lizenzschlüssel KID und SID abgefangen. Diese Schlüssel nutzt dann das Tool, um den DRM-Schutz aus der Datei zu entfernen und diese dann wieder auf die Festplatte abzulegen. Diese so generierte Datei verhält sich dann wie jede andere ungeschützte Datei: Sie lässt sich also beliebig kopieren, brennen und konvertieren. In dem Bild rechts sehen Sie eine DRM-geschützte Datei vor und nach der "Behandlung" durch das Tool.

Bei Microsoft und den Betreibern von Online-Musikshops dürften die Alarmglocken schrillen und alles daran gesetzt werden, das Tool und dessen Verbreitung zu bekämpfen. Da dürfte auch der Hinweis des Entwicklers nichts bringen, der darauf aufmerksam macht, dass das Tool nicht für illegale Zwecke sondern für "Fair use"-Zwecke genutzt werden sollte. Darauf deutet auch der Name des Tools hin.

In der Praxis dürften allerdings kaum "Fair Use"-Situationen auftreten, bei denen die Nutzung des Tools Sinn macht. Wer einen Song bei einem der Musikdienste mietet, der darf ihn auch nur solange anhören, solange er das Recht hierzu hat. Wer also den Dienst kündigt und dann oder vorher schon mit dem Tool die Lizenz aus einer Datei entfernt, begeht eine Urheberrechtsverletzung. Wer einen Song kauft und dann mit dem Tool die DRM entfernt, um den Song weiterzuverbreiten, verletzt ebenfalls die Urheberrechte.

Auch wenn Fairuse4WM ein legale Lizenz für das Entfernen der DRM voraussetzt, ist es noch lange nicht legal. Es schaltet nämlich einen an sich wirksamen Kopierschutz aus. Aus diesem Grund ist es uns auch nicht gestattet, auf dieses Tool zu verlinken. Links im Forum sind ebenfalls untersagt.

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