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Me-Too: Auch ATI kann jetzt mit AMR zwei Karten in einem PC koppeln

01.12.2004 | 12:02 Uhr | Michael Schmelzle

Me-Too: Alle drei High-End-Modelle unterstützen bereits AMR (ATI Multi Rendering). Mit AMR lassen sich zwei baugleiche Grafikkarten in einem PC koppeln. Die zusätzliche Karte soll die gesamte 3D-Leistung des Systems um durchschnittlich 50 Prozent erhöhen. Erzrivale Nvidia hat mit SLI (Scalable Link Interface) bereits eine entsprechende Technik eingeführt. Die technischen Grundlagen von SLI stammen von der Grafikchipschmiede 3Dfx, die Ende 2000 wegen Missmanagement in Konkurs ging. Offizielle Infos zum Thema AMR hat ATI bis jetzt noch nicht veröffentlicht.

Nach unseren Informationen beruht AMR auf einer Eigenentwicklung von ATI. Wir vermuten, dass AMR auf Druck der Marketing-Abteilung kommt, denn Geld wird ATI mit AMR nicht verdienen. Zum einen ist der Kreis der Käufer nicht sehr groß – wer gibt schon 1000 Euro allein für die Grafikkarte(n) aus. Und zum anderen ist die Technik sehr aufwendig, allein die Entwicklungskosten dürften Millionen verschlungen haben. Auch das Timing von ATI ist nur suboptimal: Während es SLI-Systeme bereits zu kaufen gibt , läuft ATIs AMR-Technik noch nicht stabil. Wir rechnen erst zur CeBIT 2005 mit marktreifen AMR-Karten. Weiterer Wermutstropfen: Angeblich setzt AMR zwei 16x-PCI-Express-Schnittstellen voraus, während SLI für die zweite Karte lediglich einen 8x-Steckplatz benötigt.

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