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Marvel-Star verklagt Disney wegen Black Widow

30.07.2021 | 14:05 Uhr | Panagiotis Kolokythas

Scarlett Johansson verklagt Disney wegen der frühen Veröffentlichung von Black Widow auf Disney+. Es geht um viel Geld.

Hollywood- und Marvel-Star Scarlett Johansson hat laut US-Medienberichten eine hohe Millionenklage gegen Disney eingereicht. Konkret geht es darum, dass Disney den jüngsten Marvel-Film mit Johansson in der Hauptrolle zeitgleich sowohl auf Disney+ als auch in den Kinos gestartet hat. In ihrem Vertrag, so Johansson, sei ihr dagegen nur ein Start in den Kinos zugesichert worden.

Marvels Black Widow ist seit dem 9. Juli nicht nur in den Kinos zu sehen, sondern auch über den Streaming-Dienst Disney+ via "VIP-Zugang", wie wir auch berichteten. Die Disney-Plus-Abonnenten können hier 21,99 Euro zahlen und dürfen sich den Film dann anschauen. Das ist für Filmfans interessant, die sich aufgrund der Corona-Pandemie noch nicht in die Kinos trauen. In das reguläre Disney+ Angebot wird Black Widow am 6. Oktober 2021 hinzugefügt und ist dann ohne Extra-Zahlung abrufbar.

Es geht um 50 Millionen US-Dollar

Johansson begründet ihre Klage damit, dass ihr in ihrem Vertrag ausdrücklich zugesichert worden sei, dass für "Marvels Black Widow" nur ein Kinostart geplant sei und ein Teil ihres Gehalts von den Einspielergebnissen des Films in den Kinos abhänge. Dadurch, dass der Film aber zeitgleich auch auf Disney+ startete, sinken die Kinoeinnahmen und damit auch ihr Anteil an diesen Einnahmen. Die Zeitung The Wall Street Journal hat berechnet, dass die Gehaltseinbußen bei bis zu 50 Millionen US-Dollar (etwa 42 Millionen Euro) liegen könnten.

Interessanterweise werfen die Anwälte von Johansson Disney in der Klage sogar eine gewisse Absicht vor: Man habe Zahlungen an die Schauspieler verringern wollen und habe deshalb den Vertrag "gebrochen" und den Film zeitgleich auf Disney+ und den Kinos gestartet.

Disney weist Vorwürfe zurück: Sie sind "traurig"

Die US-Nachrichtenseite The Verge zitiert einen Sprecher von Disney mit den Worten: "Die Klage ist besonders traurig und erschütternd, weil sie die schrecklichen und lang anhaltenden globalen Auswirkungen der COVID-19-Pandemie ignoriert." Scarlett Johansson habe bereits 20 Millionen US-Dollar Gehalt für die Mitwirkung an dem Film erhalten und der zeitgleiche Start des Films in Kinos und via VIP-Zugang bei Disney+ sorge dafür, dass Johansson ein weitere, hohe Vergütung erhalten werde und sich ihr Gesamtgehalt damit deutlich verbessere.

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