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Magic Leap One: AR-Brille bleibt weit hinter Erwartungen zurück

09.12.2019 | 15:59 Uhr | Denise Bergert

Magic Leap hat einem aktuellen Bericht zufolge nur 6.000 Einheiten von seiner AR-Brille Magic Leap One verkauft.

Ein Jahr nach dem Release bleibt die Augmented-Reality-Brille Magic Leap One weit hinter den Erwartungen zurück. Laut einem aktuellen Bericht von The Information hat das Startup Magic Leap in den ersten zwölf Monaten nach Veröffentlichung der Magic Leap One im August 2018 nur rund 6.000 Einheiten verkauft. CEO Rony Abovitz wollte in diesem Zeitraum eigentlich rund 100.000 Einheiten verkaufen.

Der fehlende Zuspruch bei den Endverbrauchern könnte unter anderem am Preis der Magic Leap One liegen. Die Augmented-Reality-Brille kostet in der Creators Edition stattliche 2.295 US-Dollar. Auch die Anwendungs-Möglichkeiten von Augmented Reality sind im Vergleich zu Virtual Reality – das sich vor allem im Games-Sektor durchsetzen konnte – begrenzt.

Um die ausbleibenden Einnahmen abzufedern hat Magic Leap in den vergangenen Monaten gerüchteweise zahlreiche Mitarbeiter entlassen, darunter auch CFO Scott Henry und den SVP of Creative Strategy John Gaeta. Es bleibt unklar, wie viele Mitarbeiter noch in der Magic-Leap-Zentrale in Florida beschäftigt sind. Hinter verschlossenen Türen hatte Magic Leap in den letzten Monaten auch mit der Entwicklung einer neuen AR-Brille begonnen – der Magic Leap Two. Die Hardware sollte ein vereinfachtes Design, ein weiteres Sehfeld und 5G-Konnektivität bieten. Dem Bericht von The Information zufolge ist der Release der zweiten Brille durch die aktuellen Absatzschwierigkeiten nun möglicherweise aber noch „Jahre entfernt“. Magic Leap hat sich bezüglich des Berichts bereits zu Wort gemeldet und bezeichnet den Artikel als „voller Ungenauigkeiten und falscher Behauptungen“. Korrekturen bietet das Startup jedoch nicht an.

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