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Macron verteidigt Tech-Steuer für Google und Apple

23.08.2019 | 09:56 Uhr | Peter Müller

Emmanuel Macron verteidigt seine Pläne, große Technologie-Firmen in Frankreich mit zusätzlichen Steuern zu belegen.

Steuerpläne: Der französische Präsident Emmanuel Macron hat im Vorfeld des G7-Gipfels in Biarritz die Pläne seiner Regierung verteidigt, eine Steuer von drei Prozent auf den von global tätigen Unternehmen in Frankreich erzielten Umsatz zu erheben. Die sogenannte Google-Steuer betrifft auch Unternehmen wie Apple, Amazon oder Facebook und ist aus Sicht Frankreichs nötig, da diese Firmen ihre Europazentralen in Steueroasen wie Irland oder den Niederlanden errichten, dort besondere Konditionen vorfinden und so gut wie keine Steuern zahlen. Macron hält das System für unfair, da die globalen Tech-Unternehmen nicht zur Finanzierung des Gemeinwohls beitragen. Diese Woche hatte er noch eine Diskussion mit dem US-Präsidenten, der eine Steuer wie diese natürlich ablehnt. Der Gipfel könnte noch lebhaft werden, zumal andere Länder wie Italien, UK oder Spanien ähnliche Gesetze vorbereiten. Deutschland hingegen setzt auf eine globale Mindeststeuer und will keinen weiteren Alleingang. Bis Ende 2020 sollen sich die OECD-Länder in dieser Sache einig sein, hofft Macron.

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