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Ein Macbook Air Intel für 779 € – ein guter Kauf?

28.01.2022 | 12:40 Uhr | Stephan Wiesend

Die Macbooks mit ARM-Chip sind ein echter Verkaufserfolg, ist deshalb ein altes Intel-Macbook Air deshalb aber ein schlechter Kauf?

Es gibt wohl keinen Zweifel mehr, die neuen Macs mit ARM-Chip sind ein Erfolg. Das Macbook Air M1 ist in den Verkaufslisten auf den ersten Plätzen, die neuen Macbook Pro 14 und 16-Zoll bei Profis ein Hit. Offensichtlich hat Apple Silicon die meisten Käufer voll überzeugt. Nur im Apples Rerfurbished-Store gibt es die Dual-Core-Macbooks noch gelegentlich, aktuell ist das Modell 2020 mit i3-CPU und 256 GB SSD für 779 Euro zu haben. Eigentlich ein verlockendes Angebot: Das sind immerhin 200 Euro weniger als das preiswerteste Macbook Air M1. Bei Apples Refurbished Store kann man außerdem von einem exzellenten Zustand ausgehen und erhält die volle Herstellergarantie.

Immer noch ein gutes Notebook?

Das Macbook Air mit Intel-CPU ist ein gutes Notebook, das problemlos die nächsten Jahre nutzbar sein wird. Trotzdem raten wir vom Kauf ab: Die größte Schwäche bei diesem Modell ist die i3-CPU. Sie ist im Vergleich zu einem Macbook Air M1, aber im Vergleich zu vielen PC-Notebooks bestürzend lahm, benötigt aber trotzdem einen Lüfter. Auch die Leistung bei Spielen, Teams und Videoschnitt ist unbefriedigend (noch dazu ist die 720p-Webcam richtig mies).

Interessant finden wir das Modell aber für Anwender, die das Macbook Air nur als Zweitgerät nutzen – vor allem für das Studium und für Büroaufgaben. Dann ist es für einen kühlen Rechner ein interessantes Angebot und Alternative zu einem Gebrauchtgerät.

Ein weiterer Vorteil des Intel-Macbook Air: Alle aktuellen Mac-Programm werden voll unterstützt, auch ältere Versionen und macOS Monterey. Rosetta sorgt auf ARM-Macs zwar für die Lauffähigkeit der meisten Mac-Apps, bei manchen komplexeren Programmen gibt es allerdings doch noch einige Kompatibilitätsprobleme . Ein weiteres Argument für das i3-Notebook ist die Kompatibilität mit Windows: Nutzbar ist ein Windows-System über Bootcamp, aber auch über eine Virtualisierungssoftware wie Parallels oder Fusion. Über diese sind zudem für weitere Betriebssysteme wie Linux und virtuellen Maschinen mit Testumgebungen verfügbar.

Noch vor einem Jahr hätten wir wohl noch zum Kauf geraten. Heute würden wir aber eher ein gebrauchtes Macbook Air M1 empfehlen. So erscheint außerdem wohl schon bald der Nachfolger des aktuellen Macbook Air M1. Der Preis für das i3-Modell ist verlockend, der Käufer muss hier aber einfach zu viele Kröten schlucken.

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