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Mac Pro: Tower ab 6.499 Euro, Rack wird teurer

11.12.2019 | 09:09 Uhr | Peter Müller

Limousine der Luxusklasse oder einen Mac Pro in Vollausstattung? Dabei sind die sechs Pro Displays noch gar nicht mit eingerechnet.

Der Mac Pro ist da! Zumindest lässt er sich seit gestern Abend bestellen. Der Rechner für Profis ist keiner von der Stange, so etwas wie Standardkonfigurationen gibt es nicht, einen jeden Rechner stellt man sich nach individuellen Bedürfnissen zusammen. Der Tower kostet in Deutschland mindestens 6.499 Euro lässt sich aber maximal mit Komponenten ausrüsten, die in Summe auf über 62.000 Euro kosten.

Bis zu 28 Kerne soll der Mac Pro bieten, das wird aber ein teures Vergnügen: Gegenüber dem Einstiegsprozessor mit acht Kernen kostet der 2,5-GHz-Xeon-W, der in mit seinen 28 Kernen im Turbo-Boost-Modus bis zu 4,4 GHz schnell sein kann, 8.400 Euro Aufpreis. Zwölf 128-GB-RAM-Module kosten 16.800 Euro zusätzlich, die Konfiguration mit zwei Vega-II-Karten fast 13.000 Euro extra. Die 1.680 Euro für eine 4-TB-SSD statt den lächerlichen 256 GB in der kleinsten Fassung wirken da beinahe wie ein Schnäppchen.

Wer heute bestellt, kann seinen Mac Pro unter Umständen noch vor Weihnachten in Betrieb nehmen. Auch interessant: Apple hat eine Version für den Serverschrank angekündigt, die ab 7.199 Euro kosten wird. Alle weitere Details zum Mac Pro hier:

Der Mac Pro ist die Workstation von Apple. Apple hat ihn für Fachleute entwickelt, die eine leistungsstarke und flexible Maschine benötigen, und ist ideal für Anwendungen, die so viele Rechenkerne wie möglich verwenden – Videoschnitt, Bildbearbeitungssoftware, 3D-Programme und dergleichen.

Der Mac Pro ist eine Art von Wiederbelebung im Profisegment. Das im Dezember 2019 veröffentlichte, neu gestaltete Modell folgt auf den Mac Pro von 2013/17, der in der Stagnation verharrte.

Apple bietet keine Standardkonfigurationsmöglichkeiten für den Mac Pro an. Er ist wirklich dazu gedacht, vom Kunden individuell angepasst zu werden. Um Ihnen eine Vorstellung davon zu geben, wo die Preisgestaltung beginnt: Wenn Sie den Mac Pro mit den Basiskomponenten konfigurieren, sind es 6.499 Euro. Sie können aber weit mehr ausgeben:

Prozessor

Apple verwendet die Prozessoren Intel Xeon W, beginnend mit einer 3,5 GHz 8-Core CPU. Apple bietet auch 12-, 16-, 24- und 28-Core-Prozessoren an. Diese kosten aber teils gewaltigen Aufpreis: 28 Kerne für 8.400 Euro extra.

Speicher

Der Mac Pro verwendet DDR4 ECC-Speicher und verfügt über 12 DIMM-Steckplätze. Die von Apple angebotenen Speicherkonfigurationen füllen jedoch nicht immer alle Slots. Folgendes bietet Apple an:

32 GB (vier 8 GB DIMMs) – Grundkonfiguration

48 GB (sechs 8 GB DIMMs) – 360 Euro Aufpreis

96 GB (sechs 16 GB DIMMs) – 1.200 Euro Aufpreis

192 GB (sechs 32 GB DIMMs) – 3.600 Euro Aufpreis

384 GB (sechs 64 GB DIMMs) – 7.200 Euro Aufpreis

768 GB (sechs 128 GB DIMMs oder 12 64 GB DIMMs) – 16.800 Euro Aufpreis

1,5 TB (12 128 GB DIMMs; für Modelle mit einem 24- oder 28-Kern-Prozessor) – 30.000 Euro Aufpreis

Die letzte Konfiguration ist derzeit nicht verfügbar, stattdessen eine mit 12 64er-Rigeln für 12.000 Euro.

Grafik

Der Mac Pro bietet Platz für zwei Grafikkarten. Apple hat drei verschiedene AMD-Karten zur Auswahl.

8 GB AMD Radeon Pro 580X Radeon Pro 580X – Grundkonfiguration

32 GB AMD Radeon Pro Vega II Radeon Pro Vega II – 2.880 Euro Aufpreis

64 GB AMD Radeon Pro Vega II Duo Radeon Pro Vega II Duo – 6.240 Euro Aufpreis

Zwei AMD Radeomn Vega II Duo 2 × 32 GB – 12.960 Euro Aufpreis

Gemäß der Mac Pro Bestellseite wird Apple in Kürze einen 16 GB Radeon Pro W5700X und einen 32 GB Radeon Pro W5700X Duo anbieten.

Display

Zusammen mit dem neuen Mac Pro gibt es ein neues Display, das Pro Display XDR. Es gibt zwei Modelle: eines mit Standardglas (glänzend) für 5.499 Euro und eines mit Nanotexturglas (matt) für 6.499 Euro.

Das Pro Display XDR enthält jedoch keinen Ständer. Das kostet einen Aufpreis von 1.099 Euro. Eine Wenn du ein Vesa-Halterung kostet nochmal 249 Euro extra.

Speicher

Der Mac Pro bietet Platz für zwei SSD-Module. In der Grundkonfiguration bekommt man mickrige 256 GB SSD erhalten oder Sie können 1 TB, 2 TB oder 4 TB Speicherplatz einbauen lassen, wie auch schon beim iMac Pro paarweise. Die Aufpreise sind Apple typisch hoch, angesichts der anderen Konfigurationsmöglichkeiten klingen die Preise von 480, 960 und 1.680 Euro beinahe wie Schnäppchen. Laut der Mac Pro Bestellseite wird in Kürze eine 8 TB Speicheroption verfügbar sein.

Afterburner

Apple bietet eine spezielle Komponente mit dem Mac Pro namens Afterburner an. Dies ist eine Beschleunigerkarte mit einem feldprogrammierbaren Gate Array (FPGA) für die Videoproduktion. Laut Apple kann Afterburner bis zu sechs Streams von 8K ProRes RAW-Video bei 30 fps, bis zu 23 Streams von 4K ProRes RAW-Video bei 30 fps und bis zu 16 Streams von 4K ProRes 422 Video bei 30 fps verarbeiten. Der Nachbrenner kostet 2.400 Euro Aufpreis.

Externe Anschlüsse

Der Mac Pro verfügt über eine I/O-Karte, die in seinem halben x4 PCI Express-Steckplatz installiert ist. Diese Karte verfügt über zwei USB-3-Ports und zwei Thunderbolt-3-Ports. Der Mac Pro verfügt außerdem über zwei 10Gb-Ethernet-Anschlüsse. Alle diese Anschlüsse sind auf der Rückseite des Mac Pro zugänglich.

Auf dem Mac Pro befinden sich zwei Thunderbolt-3-Anschlüsse. Apple sagt auch, dass es einen Kopfhöreranschluss gibt, aber wenn wir uns die Fotos des Mac Pro ansehen, können wir ihn nicht finden. Es ist wahrscheinlich irgendwo auf der Vorderseite der Maschine.

Interne Erweiterungssteckplätze

Im Inneren des Mac Pro sind acht PCI-Express-Erweiterungssteckplätze verbaut. Sie können bis zu zwei MPX-Module oder bis zu vier PCI-Express-Karten installieren. Es gibt auch drei PCI Express gen 3-Steckplätze in voller Länge (ein x16-Steckplatz und zwei x8-Steckplätze) und einen x4 PCI Express gen 3-Steckplatz in halber Länge, aber das wird von einer Apple I/O-Karte verwendet, die zwei USB 3 und zwei Thunderbolt 3-Ports bietet.

Drahtlose Anschlüsse

802.11ac Wi-Fi und Bluetooth 5.0 sind integriert.

Geschwindigkeit

Apple sagt, dass der neue Mac Pro ein "leistungsorientiertes Gerät" ist, das 8K-Videobearbeitung, 3D-Anwendungen, Softwareentwicklung und andere produktionsorientierte Aufgaben bewältigen kann.

Apples Mac Pro-Website zeigt nur Benchmarks für das High-End-Modell mit 28 Kernen. Sie behaupten, dass der neue Mac Pro die dreifache Leistung bei der ProRes-Transkodierung im Vergleich zum vorherigen 12-Core-Mac Pro mit Final Cut Pro X bietet. Apple sagt auch, dass Sie mehr als die dreifache Leistung bei der Ausführung von Aufgaben in Adobe Photoshop 2020, Autodesk Maya, Logic Pro X, MATLAB und Wolfram Mathematica sehen werden.

Der Mac Pro bietet eine Rechenleistung, die anspruchsvollste Anwender benötigen. Wir sprechen von Produktionsumgebungen wie Fernseh- und Tonstudios, Animationshäusern und Softwareentwicklern. Wenn Sie das Gefühl haben, dass Sie nie genug Power haben können, sind Sie wahrscheinlich der Profi, auf den der Mac Pro ausgerichtet ist.

Wenn Sie mehr ein "Prosumer" als ein Profi sind – jemand, der ein erfahrener Mac-Anwender ist, aber keine High-End-Anwendungen verwendet – ist der Mac Pro überdimesnioniert. Sie werden wahrscheinlich nicht in der Lage sein, die Vorteile des Mac Pro zu nutzen – ziehen Sie besser einen iMac Pro in Betracht. Oder einen voll ausgestatteten Mac Mini, optional mit eGPU.

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