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MSN und AOL liefern zweifelhafte Ergebnisse

01.03.2002 | 14:39 Uhr | Hans-Christian Dirscherl

Danny Sullivan, Redakteur von SearchEngineWatch.com: "Suchdienste sollten ganz genau unterscheiden zwischen gekauften Ergebnissen und solchen, die auf tatsächlicher Relevanz beruhen". SearchEngineWatch.com befasst sich mit der Technik von Suchmaschinen.

Einige Versuchsreihen mit bestimmten Suchbegriffen bei MSN und AOL hatten Hinweise darauf geliefert, dass die Ergebnisse beeinflusst wurden. Doch Sprecher der beiden Anbieter weisen dies natürlich zurück.

MSN Suchergebnis nach "new cars" vom 1.3.2002

So suchten die Tester zum Beispiel nach "new cars" im Internet bei AOL und bei MSN. Sechs der ersten zehn Ergebnisse führten zu Microsoft-eigenen Websites beziehungsweise zu gesponserten Seiten. Ein ähnliches Ergebnis fanden die Tester bei der AOL-Suche, auch dort wurden AOL-nahe Seiten bevorzugt angezeigt. Besonders pikant: Bei MSN befanden sich keinerlei AOL-Seiten unter den Suchergebnissen, bei AOL waren MSN-Seiten nicht zu finden.

Dazu passt die Aussage von AOL und MSN wie die Faust aufs Auge: "wir wollen möglichst relevante Suchergebnisse liefern". Und beide versichern, keinerlei kommerzielle Interessen zu verfolgen.

Alle großen Suchmaschinen haben ein Problem - sie benötigen zusätzliche Einnahmen neben der Werbung. Und diesem Druck müssen sich viele Suchmaschinen-Betreiber in den USA anscheinend ergeben. Gegen die prinzipielle Aufnahme von erkauften Suchergebnissen ist nichts einzuwenden, vorausgesetzt diese Platzierung werden als solche deutlich kenntlich gemacht. Doch genau dies bezweifeln Kritiker.

Portale und Suchmaschinen verlieren an Bedeutung (PC-WELT Online, 15.02.2002)

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