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Youtube will unwirtschaftliche Kanäle nicht sperren

12.11.2019 | 15:14 Uhr | Denise Bergert, Panagiotis Kolokythas

Google hat Meldungen dementiert, laut denen unwirtschaftliche Youtube-Kanäle gesperrt werden würden.

Mit einem Tweet hat Google mittlerweile auf Meldungen im Web reagiert, laut denen künftig unwirtschaftliche Youtube-Kanäle gelöscht werden würden. Am Sonntag hatte Google die AGB für Youtube geändert und eine Änderung hinterließ bei den Lesern den Eindruck, unwirtschaftliche Youtube-Kanäle von Nutzern könnten künftig entfernt werden. Konkret heißt es unter "Kontosperrung und Kündigung"  (Account Suspension & Termination) in den AGB:

"Youtube kann Ihren Zugang oder den Zugang Ihres Google-Kontos zu dem gesamten oder einem Teil des Service beenden, wenn Youtube nach eigenem Ermessen davon ausgeht, dass die Bereitstellung der Dienste nicht mehr wirtschaftlich ist."

Tatsächlich war die "Nicht mehr wirtschaftlich"-Passage schon früher in den AGB enthalten. Die Erwähnung unter "Kontosperrung und Kündigung" sorgte aber seit Sonntag für Verwirrung. Tatsächlich meint Google damit aber nicht die Sperrung von Nutzer-Konten, sondern etwas ganz anderes, wie Google in diesem Tweet betont.

In dem Tweet erklärt das Youtube-Team, dass es in der Passage nicht um die Schließung von Youtube-Kanälen gehe, die nicht wirtschaftlich seien, sondern darum, dass Google und Youtube sich das Recht vorbehalten, gewisse Dienste nicht mehr anzubieten, falls diese nicht mehr wirtschatflich seien oder sich nur noch einer geringen Beliebtheit erfreuen. Auf keinen Fall betreffe die besagte Passage aber die Ersteller oder die Betrachter von Videos.

Ursprüngliche Meldung vom 11.11.2019: Wer als YouTuber Geld verdient, ist dem Google-Konzern weitgehend ausgeliefert. Neue Nutzungsbedingungen , die ab dem 10. Dezember gelten sollen, sorgen nun für Diskussionen. Demnach behält sich YouTube das Recht vor, unwirtschaftliche Kanäle zu schließen. Sollte ein Kanal also zu wenig Profit erwirtschaften, so kann der Portalbetreiber diesen sperren. Wann genau sich ein Kanal für YouTube nicht mehr lohnt, bleibt in den Nutzungsbedingungen aber offen. Man werde „nach eigenem Ermessen“ entscheiden. YouTuber befürchten nun, kurzfristig aus der Plattform verbannt zu werden, wenn ihr Kanal nicht mehr so gut läuft. Laut der Nutzungsbedingungen kann die Schließung sogar verbundene Zugänge zu Google für Mail oder News beinhalten.

In Foren und sozialen Netzwerken ist die Verunsicherung unter den YouTubern entsprechend groß. YouTube hat sich jedoch noch nicht zu dieser anstehenden Änderung geäußert. Schon 2018 sorgte YouTube mit der Entscheidung, dass nur noch Kanäle mit mindestens 1.000 Abonnenten Werbung einspielen können, für Ärger in der Community. Voraussetzung ist weiterhin, dass die Nutzer in den zurückliegenden zwölf Monaten mindestens 4.000 Stunden öffentliche Videos aus dem Kanal konsumiert haben. Vorher lag dieser Wert bei 10.000 Videoaufrufen in zwölf Monaten. 

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