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Linux und Windows in einem Boot: Microsoft und Novell arbeiten zusammen

03.11.2006 | 13:18 Uhr | Christian Löbering

Des Weiteren wird Microsoft aktiv die Vermarktung von Suse Linux betreiben. "Wir wollen unbedingt, dass Kunden, die Windows und Linux kombinieren wollen, die Suse-Produktlinie wählen", sagte Steve Ballmer. "Dahinter stellen wir unser Marketing."

Dazu versprach Microsoft, keine Patentklagen gegen Novells Linux-Kundschaft und gegen freie Linux-Entwickler anzustrengen.

Novell versprach seinerseits, keine Patentklagen gegen Windows-Kunden zu erheben. Beide Firmen besitzen eine Reihe von Patenten, die ihnen diese Klagen erlauben würde, und vor allem Microsoft hatte in der Vergangenheit damit gedroht.

Zu diesem Punkt war aus der Open Source-Gemeinde Kritisches zu hören. Man frage sich, so der in den USA bekannte Linux-Anwalt Bruce Perens, wie Novell die grundlegende Software-Bestimmung für Linux, die GNU General Public License (GPL) garantieren könne, wenn es zugleich exklusiv an Microsoft Lizenzgebühren abführen werde. Perens befürchtet, dass Microsoft zwar nicht Suse Linux, dafür andere Linux-Distributionen mit Klagen attackieren könnte. Der Deal könnte in die Richtung gehen: "Wenn du nicht die von Microsoft lizensierte Linux-Distribution von Suse kaufst, dann droht dir eine Patentklage."

Linus Torvald gab sich dagegen in einer kommentierenden Email optimistisch: Ich ziehe die Ansicht vor, dass nicht jeder ein Feind sein muss. Lasst uns abwarten, ob es gut läuft." (wl)

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