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Lime will E-Scooter-Fahrer vom Bürgersteig vertreiben

30.01.2020 | 14:32 Uhr | Denise Bergert

Kunden des E-Scooter-Verleihers Lime werden künftig darauf hingewiesen, dass sie widerrechtlich auf dem Bürgersteig fahren.

In den USA und Europa dürfen elektrisch betriebene Tretroller eigentlich nur auf Fahrradwegen fahren. Fehlt es an diesen, weichen E-Scooter-Fahrer gerne auf den Bürgersteig aus – zum Ärger der Fußgänger. Dieses Problem geht der E-Scooter-Verleiher Lime nun im Rahmen eines Pilotprogramms in der kalifornischen Stadt San José an.

In Kooperation mit der Stadtverwaltung erfasst das Unternehmen bei jeder Fahrt seiner ausgeliehenen E-Scooter die GPS-Koordinaten, die Geschwindigkeit und die Daten des Beschleunigungssensors. Letzterer registriert unter anderem die Vibration, die unterschiedliche Untergründe auslösen. Die sind auf der Straße anders als beispielsweise auf dem Bürgersteig. Eine von Lime entwickelte KI wertet im Anschluss die Route aus und stellt fest, welche Streckenabschnitte auf der Straße und welche auf dem Bürgersteig zurückgelegt wurden.

Der Lime-Kunde erhält nach Abgabe seines E-Scooters eine detaillierte Streckenauswertung. Die Abschnitte, die er widerrechtlich auf dem Bürgersteig gefahren ist, sind rot markiert. Lime weist in einer zusätzlichen Meldung in der App und per E-Mail zusätzlich darauf hin, dass das Fahren auf dem Bürgersteig verboten ist und bittet den Kunden, das bei seiner nächsten Fahrt mit Rücksicht auf seine Mitmenschen zu unterlassen. Ob das Programm Wirkung zeigen wird und wann es nach Europa kommen wird, bleibt abzuwarten.

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