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Lime stellt E-Scooter-Verleih in zwölf Großstädten ein

10.01.2020 | 15:09 Uhr | Denise Bergert

Lime entlässt rund 14 Prozent seiner Mitarbeiter und stellt den Betrieb in zwölf Großstädten weltweit ein.

Nach zwei Jahren explosiven Wachstums weltweit, treten E-Scooter-Verleiher nun in eine neue Phase ein. Ihr Geschäft muss profitabel werden. Lime gehört zu den größten E-Scooter-Verleihern. Wie das Unternehmen gegenüber dem IT-Magazin Axios bestätigte , hat sich das Geschäft mit den E-Tretrollern in einigen Städten in den USA, Europa und Lateinamerika als unprofitabel erwiesen. Aus diesen Städten will sich Lime nun zurückziehen. In den USA sind Atlanta, Phoenix, San Diego und San Antonio betroffen. In Lateinamerika zieht sich Lime aus Bogota, Buenos Aires, Montevideo, Lima, Puerto Vallarta, Rio de Janeiro und Sao Paulo zurück. In Europa wird mit Linz in Österreich nur eine Stadt zum Ziel der Einsparmaßnahmen.

Mit der Aufgabe des Verleih-Geschäfts in zwölf Städten entlässt Lime eigenen Aussagen zufolge auch 14 Prozent seiner Mitarbeiter – rund 100 Angestellte sind betroffen. Konkrete Angaben zu den Juicern, die mit dem Lime-Rückzug ebenfalls ihren Job verlieren, macht das Unternehmen nicht. Als Juicer werden freiberufliche Mitarbeiter bezeichnet, die die leeren E-Scooter im Stadtgebiet einsammeln, aufladen und wieder zurückbringen.

Lime blickt positiv in die Zukunft. Laut Firmen-Präsident Joe Kraus wolle Lime das erste Next-Generation-Mobility-Unternehmen werden, das Profit abwirft. Dazu beitragen soll unter anderem die verbesserte Haltbarkeit der eingesetzten E-Scooter. Deren Lebenszyklus sei von sechs auf durchschnittlich 14 Monate gesteigert worden. Lime könne sich außerdem vorstellen, seine Marktstellung durch Zukäufe anderer Unternehmen weiter auszubauen. Konkrete Pläne dafür gibt es jedoch noch nicht.

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