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Legt sich Telekom quer?

13.09.2002 | 14:46 Uhr | Hans-Christian Dirscherl

Außerdem ist zu man befürchten, dass die Deutsche Telekom versuchen wird, Konkurrenten die Zuführung von Ortsgesprächen zu verwehren. Das würde die Regulierungsbehörde auf den Plan rufen. Sie müsste eine formelle "Zusammenschaltungsanordnung" erlassen, gegen die der Rosa Riese wiederum klagen könnte. Langwierige Gerichtsverhandlungen wären die unvermeidbare Folge.

Eine große Hürde stellen auch die Investitionen in die Zusammenschaltungspunkte dar, die die Telekommunikationsanbieter tätigen müssen, um die Gesetzesauflagen zu erfüllen. Nur die wenigsten Unternehmen werden diese Kosten einfach so wegstecken können. In der Regel werden diese Kosten vermutlich auf die Telefonkunden umgelegt werden, um eine Refinanzierung der Investitionen zu erreichen. Ortsgespräche kämen dem Kunden dann unter Unständen teuerer als Ferngespräche, mutmaßt Teltarif.

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