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Länder wollen Online-Glücksspiel unter Auflagen legalisieren

22.01.2020 | 16:27 Uhr | Denise Bergert

Online-Glücksspiele sollen in allen deutschen Bundesländern unter strengen Auflagen legalisiert werden.

Die Bundesländer haben sich in dieser Woche auf eine Neuregelung des deutschen Glücksspielmarktes geeinigt . Damit soll vor allem der boomende Markt für Online-Glücksspiele durch strenge Auflagen reguliert werden.

Als einziges Bundesland hatte in der Vergangenheit nur Schleswig-Holstein Lizenzen für Online-Glücksspiele vergeben. Dirk Schröder, Chef der Staatskanzlei, begrüßt die Einigung zwischen den Ländern. Ziel sei es nun, „eine geeignete Alternative zum nicht erlaubten Glücksspiel zu schaffen sowie der Entwicklung und Ausbreitung des unerlaubten Glücksspiels in Schwarzmärkten entgegenzuwirken.“

Die Regelungen sehen ein monatlichen Einzahlungslimit in Höhe von 1.000 Euro für Spieler, eine Sperrdatei und den Aufbau einer zentralen Glücksspielbehörde vor. Anbieter von Onlinecasinos, Onlinepoker und Onlineautomatenspiel müssen für jeden Spieler ein Konto einrichten, um glücksspielsuchtgefährdete Nutzer frühzeitig zu erkennen. Das 1.000-Euro-Limit könnte möglicherweise noch aufgeweicht werden. Gewinne könnten dann nicht auf die Summe angerechnet werden und weiteres Spielen ermöglichen.

Änderungen gibt es auch bei der Werbung. Unter bestimmten Voraussetzungen darf im Internet für Glücksspiele Werbung gemacht werden. Ein Werbeverbot soll es sowohl im Rundfunk als auch im Internet zwischen 6 und 23 Uhr geben. Sportwetten sollen ausgeweitet werden, Ereigniswetten sind zugelassen und für Live-Wetten soll es Einschränkungen geben. Im März sollen die Ministerpräsidenten dem neuen Staatsvertrag grundsätzlich zustimmen. Am 1. Juli 2021 soll er dann in Kraft treten. Die aktuellen Gesetzestexte und Entwürfe der Länder stellt der Staat Bayern zur Verfügung.

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