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Krypto: Einbruch bietet Chance auf bessere Grafikkartenpreise

24.01.2022 | 17:04 Uhr | Michael Söldner

Der aktuelle Verfall der Kurse von Kryptowährungen könnte mittelfristig für einen Preissturz bei Grafikkarten sorgen.

Ein großer Teil aktueller Grafikkarten wandert direkt in die Mining-Rigs von Unternehmern, die damit Kryptowährungen errechnen wollen. Im Gegenzug bleibt für Spieler nur noch ein Rest an knappen Kontingenten, die dann auch noch sehr teuer sind. Eine Hoffnung auf Besserung der seit Monaten anhaltenden Situation kommt nun aus den USA: In dieser Woche will die US-Notenbank die Leitzinsen erstmals seit vielen Jahren wieder erhöhen. Auf diese Weise wird den Kapitalmärkten Liquidität entzogen. Schon jetzt reagieren die Märkte der Kryptowährungen mit einem Kursverfall. Ein Bitcoin kostet beispielsweise erstmals wieder seit Juli 2021 weniger als 35.000 US-Dollar und auch Ethereum ist deutlich im Kurs gefallen.

Staatlicher Druck macht Mining unattraktiver

Bei den weniger etablierten Kryptowährungen fiel der Kursverfall mit bis zu 30 Prozent in 24 Stunden sogar noch größer aus. Zusammen mit dem Druck einiger Staaten auf Kryptowährungen allgemein wird Kryptomining immer weniger lukrativ. Russland will beispielsweise das Handeln mit Kryptowährungen ganz verbieten . China vollzog diesen Schritt bereits im letzten Jahr .

ASIC-Miner nehmen an Relevanz zu

Genau dieser Umstand könnte nun dafür sorgen, dass auch Grafikkarten wieder erschwinglich und breiter verfügbar werden. Speziell gebrauchte Ampere- und RDNA-2-Grafikkarten könnten in Folge in den nächsten Wochen und Monaten endlich wieder Marktpreise erreichen, die fair und erschwinglich sind. Dazu kommt, dass immer neue ASIC-Miner wie Intels Bonanza Mine oder Bitmains Antminer S19 XP die Relevanz von Grafikkarten beim Mining von Kryptowährungen untergraben. Sie arbeiten stromsparender und sind gleichzeitig günstiger. Wann genau man wieder mit Grafikkarten rechnen kann, die auch zur UVP des Herstellers angeboten werden, bleibt dennoch offen. Immerhin bietet sich nun aber eine Chance, den seit vielen Monaten angespannten Grafikkartenmarkt etwas zu beruhigen.

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