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Kritik an Tesla Model 3: Probleme mit Lack, Glas und Elektronik

22.02.2019 | 12:04 Uhr | Hans-Christian Dirscherl

Das US-Verbrauchermagazin Consumer Reports empfiehlt nicht mehr das Tesla Model 3. Wegen Problemen mit Lack und Karosserie, Rissen im Glas und Elektronikmängel. So friert der große Touchscreen ein.

Das US-Verbrauchermagazin Consumer Reports hat seine bisherige Empfehlung für das Tesla Model 3 korrigiert. Das Magazin kritisiert nun unterschiedliche Mängel an Teslas großem Hoffnungsträger. Damit sei laut Consumer Reports das Tesla Model 3 nicht mehr ausreichend verlässlich.

Consumer Reports ändert damit seine zuletzt positive Einschätzung zum Model 3: Damals lag das Model 3 noch ganz oben bei der Nutzer-Zufriedenheit. Consumer Reports zufolge würden die für die Studie befragten Model-3-Besitzer verschiedene Mängel kritisieren. So würden sich Teile der Karosserie lockern oder lösen und es gäbe Glas-Defekte an den Scheiben: Beispielsweise Risse in der Heckscheibe. Auch mit der Lackierung gibt es laut einigen Besitzern Probleme.

Zudem berichten Model-3-Besitzer über Elektronikprobleme: So friert der 15-Touchscreen anscheinend öfters mal ein. Wieder andere Nutzer berichten, dass der Touchscreen mitunter wild herum springt, so als ob jemand schnell mehrmals hintereinander darauf tippen würde. Dann spielt plötzlich die Musik los oder die Lautstärke geht auf volle Leistung oder die Navigationskarte zoomt stark ein oder aus. Ohne dass der Fahrer das will. Auf Youtube kursieren auch Videos, die Lack- und Karosseriemängel zeigen sollen.

Ein Tesla-Sprecher sagte laut The Verge, dass man das Feedback seiner Kunden ernst nähme. Tesla habe Consumer Reports um Details zu den Kritikpunkten gebeten, diese aber noch nicht erhalten. Viele der genannten Kritikpunkte sollen laut Tesla bereits behoben sein, weil die von Consumer Reports erfassten Mängel von Fahrzeugen stammen, die bereits vor vielen Monaten ausgeliefert wurden. Seitdem habe Tesla vieles am Fertigungsprozess verbessert.

Consumer Reports hatte im Sommer 2018 bereits die Bremsleistung beim Tesla Model 3 kritisiert. Tesla hatte daraufhin bei der Software des Antiblockiersystems nachbessert und Consumer Reports daraufhin seine Kritik zurückgenommen: Tesla löst Bremsproblem mit Software-Update.

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