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Kritik an Apple

16.04.2007 | 14:56 Uhr | Markus Pilzweger

Hinsichtlich DRM führt Eilersten Apple als mahnendes Beispiel an: "Es ist falsch, wenn ein Unternehmen in der Lage ist zu kontrollieren, wie ein herunter geladener Song abgespielt werden kann. So wird der Markt in einer Art und Weise ausgenutzt, die den Prinzipien der freien Marktwirtschaft widersprechen", so Eilersten.

Apple droht eine Klage seitens des norwegischen Consumer Councils. Dem Unternehmen wird dabei vorgeworfen, gegen geltendes Recht zu verstoßen, indem es seinen Kunden nur erlaube, per iTunes gekaufte Titel ausschließlich über den iPod wiederzugeben. Bis 1. Oktober hat Apple nun Zeit Auskunft darüber zu geben, wie es sein DRM ändern will.

Doch bis dahin muss diese Frage vielleicht nicht mehr geklärt werden, denn Apple hat vor kurzem angekündigt, Musiktitel aus dem Hause EMI komplett ohne DRM im MP3-Format ausliefern zu wollen. Die Songs sind mit einer höheren Bitrate kodiert, aber auch teurer, als die mit DRM versehenen Songs.

Ähnliche Überlegungen wie in Norwegen gibt es auch in Deutschland immer wieder. Hier zu Lande wird dabei beispielweise oft die Zahlung einer "Kulturflatrate" ins Spiel gebracht. Und eine Abgabe für Rohlinge, Brenner oder Kopierer haben wir bereits (GEMA). Nur erfüllt diese aus Sicht vieler Anwender nicht den Zweck, den man eigentlich hinter der Abgabe vermuten möchte. Denn so ist es trotz dieser GEMA-Abgaben, die ja gezahlt werden müssen, weil ein damit belegtes Gut das Kopieren von Inhalten theoretisch ermöglichen würde, nicht erlaubt, hemmungslos Musik-CDs oder Video-DVDs zu kopieren.

Was halten Sie von dem Vorstoß in Norwegen? Wären Sie bereit, eine Gebühr X zu bezahlen, um dafür ungestraft und unlimitiert Inhalte per P2P herunterladen zu dürfen? Diskutieren Sie mit. Im Forum zu dieser News.

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